Papa Roach CROOKED TEETH

Modern Rock, Eleven Seven/Warner (10 Songs / VÖ: 19.5.)

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Man muss Electro, Rap und Emo-Klargesang gar nicht grundsätzlich scheiße finden, um am neuen Papa Roach-Album mäkeln zu können. Man muss nur unterscheiden können, wann etwas gut gemacht ist und wann es gewollt und billig klingt.

CROOKED TEETH macht zu Beginn wirklich noch Spaß und blüht auch während der Spielzeit immer dann auf, wenn sich die New-Metaller auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren: grooven, rocken, pathos- und emotionsgeladen mitsingbare Melodien in die ach-so-böse Welt shouten. Schlimm wird es aber immer dann und viel zu oft, wenn Pop-Arrangements und hölzerne Raps die Oberhand gewinnen. ‘Born For Greatness’ wäre vor sieben Jahren modern und mutig gewesen – heute klingt der Dubstep-Rap alt und albern. Das Trio aus der Weichspülerhölle (‘American Dreams’, ‘Periscope’ und ‘Help’) ist so zahnlos und plump auf US-Rock-Radio getrimmt, dass eine Schleimspur aus dem Ohr rinnt.

Immerhin: Papa Roach sind 2017 härter als Linkin Park. Das kann aber kein Qualitätsmerkmal sein! Schade, dass CROOKED TEETH die Live-Energie der Band nicht einfängt.


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