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Bonecarver CARNAGE FUNERAL

Death Metal, Unique Leader/Membran (9 Songs / VÖ: 11.11.)

5/ 7
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Eigentlich will ein nach ‘Der Herr der Ringe’-Soundtrack anmutender Opener wie ‘Carnage Funeral’ nicht recht zu einer Brutal Death Metal-Band passen. Bonecarver machen aber das scheinbar Unmögliche möglich und legen unter den erhobenen Hauptes stolzierenden Sound hochfrequent ratternde Blastbeats und monströse Keif­orgien. Dass Bonecarver auch „klassisch“ können, beweisen sie auf CARNAGE FUNERAL ebenfalls. Mit ‘Ancient Atrocity’ fahren die Spanier ihre orchestrale Großspurigkeit zugunsten böse fauchender Gitarren zurück, in ‘The Reckoning’ vermengt sich schwarzmetallisches Krächzen mit sanftmütigen Elfengesängen, und ‘Thorned’ driftet in fast schon Grindcore-artige Wildheit ab. Bonecarver balancieren auf dem Drahtseil stählerner Brutalität.

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Sie stürzen sich achtlos auf jedes erdenkliche Extrem, um ihrer Haudraufmentalität noch eine Portion mehr Wumms zu verleihen – oder eben wahlweise fein nuanciertes Pathos. CARNAGE FUNERAL ist ein ­krachendes Fest von ungezügeltem Geschwindigkeits- und Brutalorausch. Kurz gesagt: Ein bisschen Summoning und mindestens ebenso viel Lorna Shore. Bonecarver knüppeln die Sinfonie der harten Klänge zusammen – und diese funktioniert trotz der ungewohnten Kombination aus pathetischer Orchestrierung und unbändiger Rohheit erstaunlich gut.

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