Bornholm APOTHEOSIS

Black Metal, Napalm/Universal (11 Songs / VÖ: 05.11.)

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Die ungarischen Bornholm sind bereits seit zwanzig Jahren aktiv und vermutlich am ehesten Black Metal-Insidern bekannt. Mit APOTHEOSIS ist zweifellos ihre bislang ausgereifteste Produktion am Start – der Sound kann sich durchaus hören lassen. Musikalisch hat sich im Vergleich zum fünf Jahre alten Vorgänger PRIMAEVAL PANTHEONS nicht viel geändert: Nach wie vor wird in der Schnittmenge zwischen Pagan und Black Metal gewerkelt. Geschwindigkeitsexzesse sind selten, APOTHEOSIS setzt eher auf Midtempo oder rasende Doublebass statt Blastbeats. Dazu großteils der klassische, gekreischte Gesang sowie hin und wieder atmosphärische Chöre, Wikinger-Style. Die Zutaten sind also vorhanden für ein zünftiges Pagan Metal-Fest, die Höhepunkte aber recht rar gesät. Wie immer natürlich eine Geschmacksfrage, aber Bornholm verzetteln sich gerne in zweistimmigen Gitarrenmelodien zulasten eingängiger Hooks.

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Beispiel: ‘Spiritual Warfare’ zückt plötzlich ein grooviges Killer-Riff, das zum einen den kernigen Gitarren-Sound ins Licht rückt und angenehm lange zelebriert wird, sich dann aber in einem überraschenden Blastbeat verliert und auch gegen Ende des Songs nicht erneut aufgegriffen wird. ‘Thy Darkened Grove’ macht es etwas geschickter und teasert gewissermaßen das Haupt-Riff bis zu dessen Entfaltung in verschiedenen Variationen an, um es bis zum Ende zu variieren und beizubehalten. Etwas Licht, etwas Schatten, unterm Strich aber ein durchaus unterhaltsames Album für Genre-Freunde.

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