Wem Bergsteigen in der Realität ein zu großes Wagnis ist, greift zu ‘Cairn’. Die Klettersimulation setzt die Protagonistin Ava in die Hauptrolle, die den Mount Kami besteigen will: ein schwieriges Unterfangen, das bisher noch niemandem geglückt ist. Die Bergetappen müssen clever geplant werden; der Platz im Rucksack ist knapp, sodass ein optimales Ressourcenmanagement von Nahrung und Ausrüstung unabdingbar bleibt. Selbst mit sorgfältig geplanten Vorräten warten zahlreiche Herausforderungen. Jede Bewegung am Felshang muss mit Bedacht erfolgen, die Verlagerung von Gewicht perfekt austariert sein, sonst droht der Absturz in die Tiefe. Speicherpunkte sind rar, ebenso die Möglichkeit zur Nahrungsaufnahme. Nur in den Camps auf dem Weg zum Gipfel lassen sich Vorräte auffüllen oder Mahlzeiten zubereiten – ein wichtiger Faktor, denn isst Ava nicht regelmäßig, droht ihr die Ohnmacht.
Entsprechend erfordert jede Etappe gute Vorbereitung. Für besonders ambitionierte Spieler bietet der Free-Solomodus zusätzlichen Nervenkitzel: Ohne Speicherpunkte oder Sicherheitsmechaniken muss der Berg in einem Rutsch erklommen werden. Stürzt man ab, beginnt die Prozedur von vorne. Sowohl auf PlayStation 5 als auch dem PC kämpft ‘Cairn’ allerdings noch mit Performance-Problemen, die das ansonsten solide Spielgefühl merklich beeinträchtigen. Die zweckdienliche Handlung zeigt jedoch: ‘Cairn’ bietet reichlich Potenzial, das aber leider nicht vollständig ausgeschöpft wurde.
