Toggle menu

Metal Hammer

Search

Chaosbay ARE YOU AFRAID?

Metalcore , Circular Wave/Tonpool (11 Songs / VÖ: 13.9.)

4/ 7
teilen
mailen
teilen
von

‘Dune‘, ‘Inter­stellar‘ oder doch ‘Auslöschung‘ – welchen postapokalyptischen Streifen auch immer sich Chaosbay als Vorbild für ihr Endzeitalbum ausgesucht haben – in eine dystopische Zukunft zerren uns die vier Männer aus Berlin auf ihrer neuesten Scheibe ARE YOU AFRAID? allemal. Nur leider steht nicht jeder auf Zeitreisen. Es scheint neuerdings zum guten Ton zu gehören, in der modernen Metalcore-Welt allerlei elektronische Mittelchen zu nutzen, um sich klangmäßig auf die ISS oder zumindest in eine zukünftige Cyborg-Welt zu beamen und das dann als „Progressive“ zu labeln. Chaosbay heben sich zwar durch ihre Abkehr vom typischen Muster „zarter Refrain – harte Strophe – Breakdown“ von ihren Genre-Kollegen ab, überraschen auch mal mit szenischen und gamifizierten Einspielern (‘Don’t Kill Me’, ‘From Prophet To Soldier To Sinner’), aber folgen im Grundton der Masse des Erwartbaren.

Thematisch gibt’s auch nichts Neues zu entdecken: Chaosbay konzentrieren sich nach ihrem Vier-Millionen-Klicks-Hit ‘What Is War’ wieder auf aktuelle Gesellschaftsproblematiken (‘Money’, ‘Eye For An Eye’) und projizieren deren Folgen in eine angsteinflößende Zukunft. Lange scheint es, als wäre die Antwort auf die von Chaosbay vorgegebene Frage ARE YOU AFRAID? ein klares „Ja!“, bevor mit ‘Phantom Heart’ und ‘Bigger Than You’ gerade so viel Hoffnung aufblitzt, dass man die Antwort doch noch mal überdenken könnte.

***
Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung
***

teilen
mailen
teilen
Joan Jett: 45 Jahre Solo-Debüt BAD REPUTATION

Es gibt Debütalben, die höflich anklopfen, sich vorstellen und artig fragen, ob sie vielleicht kurz reinhören dürfen. Dann gibt es noch BAD REPUTATION. Joan Jett hat 1981 der gesamten Musikindustrie den Mittelfinger gezeigt und dabei so breit gegrinst, dass selbst die härtesten Punk-Veteranen anerkennend nicken mussten. Genug Selbstbewusstsein und Durchhaltevermögen Dabei beginnt die Geschichte dieses Albums nicht mit einem glamourösen Labelvertrag, sondern einer Abfuhr nach der anderen. Nach dem Ende der Runaways stand Jett an einem Scheideweg: weitermachen oder untergehen. Sie entschied sich für Ersteres - und zwar mit einer Sturheit, die man sonst nur von heutigen nordischen Metal-Demos kennt,…
Weiterlesen
Zur Startseite