Da hatte es jemand besonders eilig! Erst im Februar dieses Jahres veröffentlichten Converge ihr letztes Album LOVE IS NOT ENOUGH (Kollegin Aschenbrenner vergab 6 Punkte), und schon setzen sie mit HUM OF HURT nur wenige Monate später einen drauf. Auf den Vorgänger vom Frühjahr folgt ein weiteres vollständiges Album voll brachialem (Post) Hardcore-Genuss. Wo die Band aus Salem, Massachusetts mit LOVE IS NOT ENOUGH ihre Radikalität mit Melodie verbindet und eine emotionale Platte liefert, ist auf HUM OF HURT hauptsächlich Kraft und Dissonanz angesagt. Tracks wie ‘Slip The Noose’ oder ‘It Only Gets Worse’ explodieren nur so aus den Lautsprechern. Inspiriert wurde dieses Werk von einer Frequenz, die „The Hum“ genannt wird: das Summen. Es bezieht sich auf eine bestimmte Frequenz, die an verschiedenen Orten weltweit von wenigen Menschen gehört werden kann, deren Ursache jedoch nicht abschließend geklärt werden kann. Converge interpretieren das Summen als die Manifestation des menschlichen Leidens. Keine leichte Kost! Unter verzweifelt und wütend klingenden Vocals und verzerrten Gitarren verbirgt sich auch hier eine nachdenkliche Haltung. In der Musik wird diese jedoch erst mit dem basslastigen, doomigen Sechsminüter ‘Dream Debris’ und dem darauffolgenden sanften ‘It Used To Matter’ verdeutlicht. Eine angemessene Platte in Anbetracht der aktuellen Weltlage!
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