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Darkthrone CIRCLE THE WAGONS Review

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Ich gebe es offen zu: Wäre CIRCLE THE WAGONS noch so eine krude schwarztümelnde Punk Black Metal-Aktion wie DARK THRONES AND BLACK FLAGS geworden, hatte ich mir vorgenommen, mal endlich den Verriss-Hammer auszupacken. Aber was machen Nocturno Culto und Fenriz?

Nun ja, Punk Black Metal, aber endlich mal wieder mit dem, was sie zwar auch unter Folter nie als Hits bezeichnen würden, aber eben Songs, die diesen ganz speziellen morbiden Charme versprühen. ‘Those Treasures Will Never Befall You’, der Opener, ist auch die Nagelprobe für diese CD. Wer hier zwei Finger seiner Wahl in die Luft reckt, wird den Rest genauso genießen, wer stattdessen hektisch nach TRANSILVANIAN HUNGER gräbt, wahrscheinlich eher nicht. Tatsache ist, dass CRICLE THE WAGONS zwar nicht mit Klassikern in spe gespickt ist, aber endlich mal wieder den konsistenten Willen zum nachvollziehbaren, Nacken- oder zumindest Nickmuskeln ansprechenden Songwriting erkennen lässt.

Einzig die tendenziell ermüdende Länge der Songs (siebeneinhalb Minuten ‘Stylized Corpse’ sind klar drei zu viel) verhindert die ersten fünf Punkte seit THE CULT IS ALIVE, und die Frage, die dieser Album-Titel stellt, bleibt unbeantwortet: Ja, Fenriz als wortreiches Fossil einer Szene, die es nicht mehr gibt und – nimmt man dieses Album als erneuten Maßstab – eigentlich auch nie gab, bleibt Kult, die Musik aber auch weiterhin vor allem vom Nimbus der Beteiligten getragen.

Robert Müller

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Mai-Ausgabe des METAL HAMMER.


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