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Deraps VIVA ROCK N‘ ROLL

Rock, Metalville/SPV (11 Songs / VÖ: 23.5.) 

4.5/ 7
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Hinter dem Microsoft Paint-Cover, das aussieht, als hätte der Praktikant eine Collage aus lizenzfreien Grafiken gebastelt, und dem mehr als nur einfallslosen Titel schlummert eine echte Überraschung. Denn die kanadischen Jung­spunde Deraps liefern mit ihrem zweiten Album den ultimativen Van Halen-Tribut ab. Und zwar – Gott sei Dank – ohne sich an einem der tatsächlichen Songs zu bedienen. Der titelgebende Opener kickt direkt mit einem an ‘Hot For Teacher’ erinnernden Gitarrenrumgerödel rein, und auch das anschließende ‘Animal Eyes’ versprüht die Gute-Laune-Energie des Vorbilds (und daraus machen die beiden Köpfe der Band keinen Hehl – tatsächlich lernten sie sich sogar wegen ihrer Van Halen-Cover auf YouTube kennen). In eine etwas andere Richtung geht es mit ‘Solitaire’.

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Da probieren sich Deraps an einer ulkigen Mischung aus basslas­tigen Poison und Siebziger-Arena-Rock der Marke REO Speedwagon. Das fetzt fantastisch und bietet eine schöne Abwechslung – nicht zuletzt, da der Sound dem eben nicht sehr David Lee Roth-artigen Gesang von Frontmann Jacob Deraps gerecht wird. Auch ‘Born To Die’ zeigt andere Züge: Mit weiblichem Hintergrundgesang, grungigem Neunziger-Sound und ungewohnter Heavyness zeigen die Jungs, dass sie auch ganz anders als Van Halen klingen können. Wenn sie denn möchten. Und das möchten sie sehr, sehr selten.

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