Dew-Scented INTERMINATION

Thrash Metal, Metal Blade/Sony 13 Songs / VÖ: erschienen

5/ 7
teilen
twittern
mailen
teilen
von

Neues aus dem Land der Verlässlichen: Mit INTERMINATION veröffentlichen die 1992 gegründeten deutschen Death-Thrasher Dew-Scented bereits ihr zehntes Studioalbum – das wie gewohnt auf einen „I“-Titel hört, mit einem Instrumental beginnt und sich personell nahtlos an den Vorgänger anschließt.

Nicht nachgelassen haben auch die straff gezockten, brachialen Riffs, die dank ihrer Headbanger-Qualitäten (‘Scars Of Creation’) im Schaffen der Gruppe seit jeher einen hohen Stellenwert einnehmen. Wie auf ICARUS (2012) unternehmen Dew-Scented auch auf ihrem Neuling Ausflüge in vertracktere Gebiete und wandern auf Solopfaden, die sich hier und da allerdings auf den Hörspaß auswirken.

Natürlich ist das Jammern auf hohem Niveau – doch ihre ganze Qualität offenbaren Dew-Scented erst im rauschhaften, brutal nach vorn treibenden Mittelteil von INTERMINATION: Songs wie ‘Means To An End’ (Anspieltipp), ‘Demon Seed’ oder ‘Power Surge’ sowie dem großen ‘Atavistic’ gelingt es mit Bravour, solierende Gitarren und Aggressivitätsschwall mit Nachhall zu verknüpfen. Hier beweisen Dew-Scented verpflichtender als noch auf ICARUS, dass sie dazu in der Lage sind sich zu öffnen, ohne ihre Schlüsselqualifikationen zu vernachlässigen.

Dazu bringt das gefährlich röhrende ‘Living Lies’ Abwechslung ins Album und schafft es dennoch, sich gegen straight geschrammelte Geschwindigkeitsoffensiven wie das nackenknackende ‘Reborn’ zu behaupten. Insgesamt gebührt Dew-Scented für ihre erneut überzeugende Leistung, die sich spätestens nach dem dritten Hördurchgang vollends entpuppt, einmal mehr ein Kompliment.

Rund 100 aktuelle Reviews findet ihr in unserer Juli-Ausgabe.

Das Heft kann einzeln und innerhalb von Deutschland für 5,90 Euro (inkl. Porto) per Post bestellt werden. Einfach eine Mail mit dem Betreff „Einzelheft Metal Hammer 07/15“ und eurer Adresse an einzelheft@metal-hammer.de schicken.
Generell können natürlich alle Hefte auch einzeln nachbestellt werden – alle Infos dazu findet ihr unter www.metal-hammer.de/einzelheft.

Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Ein Mal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Havok :: CONFORMICIDE

Warpath :: BULLETS FOR A DESERT SESSION

Kreator :: GODS OF VIOLENCE


ÄHNLICHE ARTIKEL

Pantera-Konzert in Wien abgesagt

Nach der Rock am Ring- und Rock im Park-Absage folgt der nächste Rückschlag für Pantera: Auch die Show in Wien muss nun ausfallen.

Destruction: Schmier und Co. wollen nicht langsamer werden

Wie Destruction-Bassist und -Frontmann Schmier klarstellte, wollen die Thrasher auf ihre alten Tage auf keinen Fall langsamer werden.

Mille Petrozza (Kreator) über die moderne Thrash-Szene

Mille Petrozza sprach im Juni 2022 über die (positive) Entwicklung des Genres, das Kreator im deutschsprachigen Raum maßgeblich mitgeprägt haben.

teilen
twittern
mailen
teilen
Destruction: Schmier und Co. wollen nicht langsamer werden

Destruction-Chef Schmier wurde in einem Interview mit iRock gefragt, ob er sich vorstellen könne, mit seiner Band jemals einen Gang runterzuschalten und auf einen weniger schnellen Klang zu setzen. Einem kommerzielleren Sound erteilte die Thrash-Ikone jedoch unmissverständlich eine Absage. Keinen Schritt zurück "In Deutschland sagen wir: Ändere niemals dein Erfolgsrezept. Bleib bei dem, was du am besten kannst", urteilte der Musiker. Seine Stärke - und die von Destruction - ist die Geschwindigkeit. "Für mich ist das Thrash Metal. Jedes Album, das wir machen, klingt ein bisschen anders, aber immer nach Destruction." Trotz der Entwarnung muss Schmier allerdings eingestehen, dass es…
Weiterlesen
Zur Startseite