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Diabolisches Werk AGAINST ALL GODS

Death/Thrash Metal, Apostasy/Edel (11 Songs / VÖ: 6.6.)

4/ 7
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Vielleicht als künstlerisches Ventil 2020 wäh­rend der Coronapandemie von Bassist Pissmark (aka Cruor, unter anderem Endstille, Dysangelium) und Schlag­zeuger Smellhammer (Dysangelium) mit Unterstützung von Gitarrist und Sänger Knochenmark gegründet, beweist die Band mit ihrem zweiten Album AGAINST ALL GODS Durchhalte­vermögen – und dass dahinter doch mehr als nur ein Zeitvertreib steckt. Im Kern bietet die Scheibe eine rohe, bewusst primitiv gehaltene Mischung aus Death- und Thrash Metal, die auch Sound-technisch einige Ecken und Kanten bietet und je nach Blickwinkel etwas altmodisch oder zeitlos wirkt. Musikalische Einflüsse sind nicht wie üblich verschämt abstrahiert, sondern teils mit stolzgeschwellter Brust vorgetragen.

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Beispielsweise schielt ‘Satanic Stomp’ recht eindeutig Richtung Bolt Thrower, und Genre-Größen wie Slayer haben auch hörbar Eindruck hinterlassen. Dennoch besitzt AGAINST ALL GODS Charakter und Eigenständigkeit. Was die Texte angeht, nun, Song-Titel wie ‘Total Haram’ oder ‘Cancel Vulture’ lassen erahnen, dass diese ähnlich kantig wie die Musik des Kieler Quartetts ausfallen. Wer es hart, direkt und ohne große Schnörkel mag, darf diese Scheibe ruhig antesten.

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