Eines von Dave Mustaines Lieblingsthemen ist zweifelsohne seine Zeit bei Metallica. Wie gut, dass er dank der ‘Ride The Lightning’-Neuinterpretation auf dem neuen, bandbetitelten Megadeth-Album noch mehr Gelegenheiten bekommt, darüber zu plaudern. So geschehen im Gespräch bei Ibagenscast, wo „Megadave“ betont, dass er den Beef mit James Hetfield und Co. längst hinter sich gelassen hat.
Schnee von gestern
„Wenn ich noch einmal darauf zurückkomme, warum wir uns den Song vorgenommen haben: Hier schließt sich der Kreis“, erläutert Mustaine. „Ich zolle der Band, in der ich ein Gründungsmitglied war, Respekt. Und liebt mich oder hasst mich: Sie werden mich nie ausradieren können. Und ich hoffe, die Leute können mit Akzeptanz und Zuneigung auf die beiden Bands schauen und versuchen nicht etwas am Laufen zu halten, dass ich nicht am Laufen halten will. Ich will keine Fehde haben. Ich habe das vor so vielen Jahren begraben. So wollte ich einfach etwas Respekt zollen. Denn es ist mir egal, ob es James interessiert, ob er es mag. Was ich mache, und dass ich Respekt zolle und den Kreis schließe, zählt.“
Zuletzt haben Megadeth ‘Ride The Lightning’ zum ersten und zweiten Mal live aufgeführt — und zwar am 26. und 27. April 2026 bei den Shows in der Movistar Arena in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota (siehe Videos unten). Weiter führte Mustaine zu ‘Ride The Lightning’ aus: „Das war eines der Lieder, die ich mit James geschrieben habe. Und wie bei den anderen Stücken, die ich geschrieben habe, ist etwas geschehen, nachdem ich gegangen bin. Teile wurde verändert, Credits anderen Leuten zugeschrieben. Und von allen Songs fand ich, dass ‘Ride The Lightning’ mein Können auf der Gitarre am besten zur Schau stellt. Der Spinnen-Akkord, den ich erfunden habe. Die grunzenden Akkorde. Diese Dinge haben Bands damals nicht gemacht. Und es passiert in ‘Ride The Lightning’.“
Darüber hinaus sinniert Dave: „Ich habe James immer für einen herausragenden Gitarristen gehalten. Als wir uns also vorgenommen haben, den Song zu machen, dachten wir uns, dass wir ihn genauso gut oder besser als das Original abliefern müssen. Und wir fragten uns: Wie werden wir es machen? Metallica ist eine fantastische Gruppe. Daher haben wir es ein bisschen schneller und ein wenig rasender gemacht. Und das Solo haben wir irgendwie ein bisschen aufgepeppt.“ Außerdem habe sich Schlagzeuger Dirk Verbeuren bei ein paar Drum-Fills gegen Ende des Tracks noch etwas einfallen lassen.
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