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Dreamwell IN MY SADDEST DREAM, I AM BESIDE YOU

Post Metal, Prosthetic/Cargo (11 Songs / VÖ: 20.10.) 

4/ 7
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Irgendetwas zwischen Post Metal, Psychedelic Rock und Hardcore Punk: Das sind Dreamwell aus Providence, Rhode Island. Schon 2021 haben sie – zumindest im Untergrund – mit ihrem ersten Album MODERN GROTESQUE auf sich aufmerk­sam gemacht. Jetzt also das Nachfolge­werk, das nicht nur mit seinem Titel die depressive Richtung klarmacht, in die das Werk den Hörer steuert. Auch die einzelnen Tracks weisen darauf hin: ‘Good Reasons To Freeze To Death’ oder ‘It Will Hurt, And You Won’t Get To Be Surprised’. Doch nicht einmal Titel wie diese bringen wirklich zum Ausdruck, welche emotionalen Tiefs Dreamwell in ihrer Musik kreieren – wenn denn Musik das richtige Wort dafür ist. Es wirkt geradezu manisch, wenn ein rein instru­mentales Stück wie ‘Reverberations Of A Sickly Wound’ zumindest zwischen­zeitlich zum Durchatmen einlädt. Ruhevoll ge­zupfte Akkorde auf der Gitarre, die jedoch ausdrücklich die Ausnahme bilden: die Ruhe vor und nach dem Sturm.

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Letzterer krallt sich die unschuldigen Elemente des Post Rock und vermischt sie auf gnadenlose Weise mit ohrenbetäu­benden Blast-Rhythmen und Geschrei. Nicht umsonst bezeichnet Frontmann Keziah Staska seine Funktionen als Gesang und Lärm. ‘Lord Have MRSA On My Soul’ spielt förmlich mit den Grenzen, an denen Dissonanzen gerade noch zumutbar sind. Der erwähnte „Lärm“ von Staska verursacht wortwörtlich Schmer­zen unter den Kopfhörern. Genießbar? Nein. Empfehlenswert? Philosophische Frage, auf die es keine Antwort gibt.

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Duff McKagan: Der wohl vielseitigste Bassist ist 62

Michael Andrew „Duff“ McKagan, geboren vor genau 62 Jahren in Seattle, ist einer dieser Musiker, deren Lebenslauf sich liest wie ein wilder Ritt durch die Rock-Geschichte. Ein Bassist, der nie nur Bassist war. Ein Typ, der bis heute sinnbildlich für den Geist von Guns N’ Roses steht: roh, ungeschliffen, unkaputtbar. Kindheit und Jugend Aufgewachsen als jüngstes von acht Kindern in einem Arbeiterviertel Seattles lernte McKagan früh, dass man sich im Leben durchbeißen muss. Mit 15 jobbte er bereits in Nachtclubs, verließ nach der 10. Klasse die Schule und stürzte sich kopfüber in die Musikszene der Stadt. Seinen Spitznamen „Duff“ trug…
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