Der erneute Sängerwechsel von Steve „Zetro“ Souza zurück zu Rob Dukes schmeckte nicht jedem Exodus-Fan, was nicht ausschließlich an den Sangesleistungen des Glatzkopfs, sondern auch an seinem rotnackigen Auftreten liegt. So oder so, GOLIATH startet mit den beiden klassischen Thrashern ‘3111’ und ‘Hostis Humani Generis’, wobei vor allem bei Letzterem auffällt, dass das Riffing irgendwie nicht ganz zu Dukes‘ Gekeife passt. Gleiches gilt auch für den schleppenden Titel-Song. Das ändert sich mit dem Stück ‘The Changing Me’, in dem die US-Veteranen mit ungewöhnlichen Harmonien überraschen. ‘Promise You This’ überzeugt sofort mit einem feinen Rock-Swing, während das fast achtminütige ‘Summon Of The God Unknown’ von vielen Tempo- und Stimmungswechseln lebt. Der Rausschmeißer ‘The Dirtiest Of The Dozen’ ist ein ausgestreckter Mittelfinger in alle Richtungen, der perfekt zu Exodus passt. Davon abgesehen liefert die Instrumentalabteilung einmal mehr eine Weltklasseleistung ab, die einen kopfschüttelnd vor der Anlage sitzen lässt. Tom Hunting trommelt, als wäre er 20 und nicht 60 Jahre alt, während sich Lee Altus und Gary Holt ein krasses Riff nach dem nächsten aus den Ärmeln schütteln. Dabei ist es müßig sich zu fragen, wie dieses Album mit Zetro geklungen hätte. Es sollte auch so jeden Thrash-Fan glücklich machen.
Voll auf die zwölf bei Album zwölf! Zur Rückkehr von Rob Dukes ans Mikrofon ziehen Exodus die Daumenschrauben an: erbarmungslos harter Thrash Metal, der immer zugänglich bleibt, groovt und Melodien im rechten Maß umarmt – Letzteres etwa im melancholischen Refrain von ‘The Changing Me’, aber auch mit ausgestrecktem Mittelfinger in ‘Promise You This’. Sebastian Kessler (5,5 Punkte)
Das Thrash-Jahr 2026 geht weiter – und wie! Exodus hat die Rückkehr von Rob Dukes offenbar jede Menge Rückenwind verliehen. Während auf GOLIATH grundsätzlich die technische Überlegenheit der Gitarristen und wütende Angriffslust die Hauptrolle spielen, trumpft der Vokalist stellenweise mit schwer melodischen Momenten auf. Songs wie ‘The Changing Me’ zählen für mich zu den Höhepunkten dieses Werks. Katrin Riedl (5,5 Punkte)
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