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Exploring Birdsong EVERY HOUSE WE BUILT

Modern Metal, Long Branch (12 Songs / VÖ: 26.6.)

4/ 7
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Ein einladendes englisches Cottage: zwei Kamine, ein Erker, rote Backsteine. Dies ist das Haus, in das uns Exploring Birdsong auf ihrem Debütalbum einladen und auf welchem sie ihre Karriere errichten. Erste Grundsteine legte die Band bereits mit EP- und Single-Veröffentlichungen, die sich mit fiktiven Konzepten beschäftigen – doch in ihr erstes eigenes Haus ziehen Songs ein, die auf persönlichen Geschichten fußen: auf zwischenmenschlichen Beziehungen, die wie Häuser errichtet und niedergerissen werden. So viel zur malerischen Thematik. Musikalisch kann man den Sound des britischen Trios im weitesten Sinne unter dem Dach Modern Metal zusammenfassen. Shoegaze-Strophen treffen auf fulminante Sound-Kulissen (‘Archipelago’, ‘Footprints’), poppige Verzückungen gehen über in Metalcore-Parts (‘Romanticise’), für progressive Momente sorgen der Bass von Jonny Knight (‘42’) und die Drums von Matt Harrison (‘The Warning’), und der feminine Gesang von Lynsey Ward gibt sich abwechselnd zart-verträumt und verspielt-frech. ­Meeresrauschen und Gewitterwolken umrahmen das Gebilde. Auf eine (echte) Gitarre verzichtet der Dreier – Piano und Synthesizer sind verantwortlich für den vielschichtigen, melodischen Klang. Das neue Haus wurde in unmittelbarer Nähe zu den französischen Kollegen Novelists erbaut, könnte aufgrund seiner natur­orientierten Klangwelt aber auch im Vorgarten von Charlotte Wessels stehen. Der Höhepunkt der britischen Wohlfühlatmosphäre ist das Dudelsackintro in ‘Spy In The House Of Love’; als Gegenspieler dazu steht als Härte-Peak ‘You Like It Best When It Hurts’. Insgesamt bietet EVERY HOUSE WE BUILT genau das, was das Album-Cover auf den ersten Blick verspricht: etwas Wohlig-Heimisches, in dem man es sich mit einer Tasse Earl Grey gemütlich machen möchte.

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