Talentierte Hard Rock-/AOR-Bands aus der Schweiz gibt es viele, etwa Gotthard, Krokus, China, Shakra oder Crystal Ball. Bei diesen Namen ahnt man schon, was Fighter V auf ihrem dritten Album zelebrieren. Das seit 2019 aktive Quartett fokussiert seine Songs auf starke Gesangsmelodien, traditionelle Gitarren-Riffs mit moderater Härte, geradlinige Drums und hymnenartige Chöre. Im Epizentrum des tadellos gespielten Mainstream steht Sänger Emmo Acar, dessen Stimme offenbar mit dem gleichen Zaubertrank wie die von Kip Winger, Jon Bongiovi, Steve Perry (Journey) oder Jimi Jamison (Survivor) geölt wurde, während Gitarrist Lobe Valentin im Schulfach „Whitesnake“ in der ersten Reihe gesessen hat. Allerdings: Mitunter machen sich Fighter V zu offensichtlich des Plagiats von Lust’n’Libido-Schmonzetten schuldig (‘Foolish Heart’ ist eine Art Nachfolger von ‘Is This Love’, ‘Stand By Your Side’ der kleine Bruder von ‘Still Of The Night’, und das Piano-Intro von ‘Hold The Time’ ein Rip-off von Bon Jovis ‘Runaway’). Erfreulicherweise sind die vier Band-Mitglieder grundehrlich und bezeichnen ihr hörenswertes Werk als „treue Hommage an den Hymnen-Rock der Achtziger Jahre“, daher: inklusive eines Sympathiepunkts knappe fünf Punkte!
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