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Fjørt NICHTS

Post Hardcore, Grand Hotel Van Cleef/Indigo (13 Songs / VÖ: 11.11.)

5/ 7
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Sein neues Album auf den Namen NICHTS zu taufen, hat etwas von Odysseus, der dem Zyklopen Polyphem meldet, sein Name wäre „Niemand“, bevor er ihm mit einem glühenden Pfahl das Auge aussticht und dessen Aufschrei „Niemand hat mich geblendet“ als Nichtigkeit verebbt. So vermutet man hinter Zeilen wie „Nichts nimmt dich in Kauf. Nichts ist, was du brauchst“ aus dem Titel-Track sogleich eher eine tiefere Bedeutung als eine Nichtigkeit. Die Texte des Aachener Trios bestehen schon immer mehr aus uneindeutigen, wohlklingenden Formulierungen, die viel Spielraum für Interpretationen lassen. In einigen der neuen Lieder wie beispielsweise ‘Kolt’ kommt die verpackte Sozialkritik diesmal deutlicher zum Vorschein.

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Stimmlich werden die Lyrics zum großen Teil durch typischen Hardcore-Sprechgesang vertont. Im Hintergrund treiben dazu Schlagzeug und Gitarren mal stark voran, mal reicht minimaler Klangeinsatz aus, um die richtige Stimmung zu schaffen. NICHTS ist ein wunderbar abwechslungsreiches und vor allem durch die ganz eigene Atmosphäre der einzelnen Lieder getragenes Album. Ein starkes Post Hardcore-Stück, das Fjørt fünf Jahre nach ihrem letzten Album ­COULEUR aus dem Jahr 2017 hiermit präsentieren.

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