Die Hamburger Godsnake legen mit INHALE THE NOISE ihr drittes Studioalbum vor und verfolgen darauf einen Ansatz, der durchaus neugierig macht. Das Quartett verbindet griffige Thrash-Riffs mit melodischen Refrains, die im Chorus häufig in moderne, eingängige Höhen überleiten. Diese Mischung aus klassischer Nackenbrecherenergie und Hook-lastigen Momenten sorgt dafür, dass die Songs schnell zünden und sich unmittelbar festsetzen. Vor allem in den Strophen drücken Godsnake ordentlich aufs Tempo: sägende Gitarren, treibende Rhythmik und ein solides Gespür für klassische Thrash-Strukturen bilden das Fundament. In den Refrains öffnet sich der Sound dagegen spürbar und setzt stärker auf melodische Eingängigkeit. Dieser Wechsel funktioniert erstaunlich gut und spuckt immer wieder hochwertige Nackenbrecher aus, die sowohl im Proberaum als auch vor der Bühne funktionieren dürften. Ganz ausgereift wirkt das Gesamtbild allerdings noch nicht. Vor allem am Sound ließe sich stellenweise noch feilen, und auch der Gesang lässt in den aggressiven Passagen etwas liegen. Dafür punktet Frontmann Torger in den Höhepunkten. Der Grundgedanke von INHALE THE NOISE verkörpert dennoch Potenzial – mit etwas mehr Feinschliff könnte daraus künftig noch deutlich mehr entstehen.
***
Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung
***
