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Green Carnation A DARK POEM, PART 1: THE SHORES OF MELANCHOLIA

Dark Rock, Season Of Mist/Soulfood (6 Songs / VÖ: 5.9.)

5/ 7
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Green Carnation beginnen eine neue Trilogie und knüpfen damit thematisch an ihr Opus magnum LIGHT OF DAY, DAY OF DARKNESS an. Doch statt eines einzigen Longtracks entfaltet sich das neue Werk über sechs kompositorisch vielschichtige Stücke, in denen Prog-, Hard- und Gothic Rock und auch eine Prise Black Metal ineinandergreifen. ‘As Silence Took You’ eröffnet mit wehmütiger Melodik, getragen von tiefgründigen Vocals, die so facettenreich sind, dass sie fast schon keinen Text mehr bräuchten – eine bittersüße Einladung in die düstere Innenwelt der Band. ‘In Your Paradise’ bringt mehr Schwung, mit rockigen Akzenten, ätherischer Flötenmelodie und eindringlichem Refrain, bevor ‘Me My Enemy’ mit jazzigem Schlagzeug, hypnotischem Bass und introspektivem Gesang fast psychedelisch wirkt, sich aber auch gegen Ende zäh zieht. ‘The Slave That You Are’ bricht diesen Fluss mit brutaler Wucht auf: Grutle Kjellsons (Enslaved) harsche Vocals wecken einen sofort auf und setzen einen markanten Kontrapunkt zur oft sogar beschwingten Stimmung. Der Titel-Track ‘The Shores Of ­Melancholia’ ist atmosphärisch dicht und in der Summe der wahrscheinlich eingängigste Song des Albums, selbst wenn auch hier im Song-Aufbau die ein oder andere Länge auftritt. Versehen mit einem zauberhaften Artwork von Niklas Sundin wirkt A DARK POEM, PART 1: THE SHORES OF MELANCHOLIA wie ein vertontes Gedicht über Entfremdung und Sinnsuche. Und zeigt damit: Wenn es um einen Blick ins Innere der Seele geht, sind und bleiben Green Carnation die Meister.


A DARK POEM, PART I: THE SHORES OF MELANCHOLIA: Der Albumtitel trifft den Nagel ziemlich genau auf den Kopf. Green Carnation haben ein rockiges, melancholisches Werk geschaffen, das in der Tat wie ein düsteres Gedicht erklingt. Die Melodien schwappen wie unergründliches Gewässer aus den Lautsprechern und reißen einen im richtigen Moment mit der nötigen musikalischen Dramatik mit. „Part I“ macht große Hoffnung auf mehr! Helen Lindenmann (5 Punkte)

Vor dem Hintergrund der auf drei Alben angelegten A DARK POEM-Saga erfüllt THE SHORES OF MELANCHOLIA seine Rolle als Exposition genauso gut wie es werkimmanent eine Sogwirkung als prima Prog Metal-Album mit Dark-/Doom-Aszendenten, treffsicherer Theatralik und melancholischer Melodieliebe zu entfachen vermag. Und für An- und Nachhänger der derberen Kost gibt im (partiell) brachialen Band-Vergangenheitsschatten-Song ‘The Slave That You Are’ Enslaved-Sänger Grutle Kjellson ein gutturales Gastspiel. Frank Thießies (5 Punkte)

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