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Green Carnation A DARK POEM, PART II: SANGUIS

Progressive Rock, Season Of Mist/OPEN (6 Songs / VÖ: 3.4.)

5/ 7
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Nach ihrem überaus wuchtigen Trilogieauftakt A DARK POEM, PART I: THE SHORES OF ­MELANCHOLIA aus dem vergangenen Jahr schlagen Green Carnation mit A DARK POEM, PART II: SANGUIS deutlich intimere Töne an. Der zweite Teil der Norweger taucht tief in persönliche Abgründe ein – roh, verletzlich und emotional fordernd. Der neunminütige Titel-Track ‘Sanguis’ verhandelt familiäre Wunden und späte Erkenntnis. Schwere Riffs und schwelgende Orgeln tragen Kjetil Nordhus’ eindringlichen Gesang, während die Lyrics von Bassist Stein Roger Sordal mit schonungsloser Ehrlichkeit Kindheitserinnerungen offenlegen. Überhaupt sind es die Texte, die A DARK POEM, PART II: SANGUIS prägen: radikal persönlich, ungefiltert und bewegend. Wenn Sordal bei ‘Loneliness Untold, Loneliness Unfold’ selbst ans Mikro tritt, entsteht einer der kargsten und ­stärksten Momente der Band-Geschichte. Musikalisch verbindet das Album die epische Schwere des Vorgängers mit reifer Melodik. ‘Sweet To The Point Of Bitter’ und ‘I Am Time’ liefern kraftvolle Hooks, ‘Fire In Ice’ setzt wuchtige Akzente. Den emotionalen Schlusspunkt bildet das von Flöte und Piano getragene ‘Lunar Tale’. A DARK POEM, PART II: SANGUIS ist ein schwermütiges und gleichzeitig bewegendes Album, kurzum ein intensives Kapitel dieser ambitionierten Trilogie – persönlich, mutig und schlicht eindrucksvoll. Das macht nicht nur jetzt viel Spaß, sondern weckt die Vorfreude auf den Trilogie-Abschluss, damit wir die DARK POEM-Idee der Band in ihrer Gänze genießen können.

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Slipknot: Sid Wilson gedenkt Joey Jordison

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