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Hämatom FÜR DICH

NDH, Anti Alles/RTD (14 Songs / VÖ: 24.1.)

5/ 7
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Nord, Süd, Ost und West gelten seit jeher als Orientierung in der Welt, und mit Blick nach Oberfranken seit nunmehr zwanzig Jahren auch als erstklassige Vertreter der Neuen Deutschen Härte. Doch was passiert, wenn plötzlich eine der Himmelsrichtungen fehlt? Die Welt steht Kopf, der Kompass scheint defekt, die Richtung ist unklar. So muss sich der August vergangenen Jahres für die Band und treue Fan-Gemeinschaft angefühlt haben, als der plötzliche Tod des Bassisten West bittere Realität wurde. Mit ‘Gott muss ein Arschloch sein’ fanden die Musiker knapp zwei Monate nach dem Verlust gewohnt direkte, warm-musikalische Worte, und die erste Single der elften Platte FÜR DICH war geboren. Trotz der melancholischen Umstände strotzt das Album vor auffallend poppig-modernen Titeln (‘Pogo Girl’ und ‘Alles wegen Bier’) und trifft thematisch den gesellschaftskritischen Zahn der Zeit (‘Arschlochkind’ mit Swiss und ‘Lachend in den Untergang’ mit The Dark Tenor).

Weitere Features, etwa mit den 257ers im ballungsgeladenen, raffinierten ‘Diego Maradona’ und mit Saltatio Mortis im direkten ‘Erzähl es meinem Mittelfinger’ verleihen der Platte zusätzlich Tiefgang. Wests Andenken wird dreierlei gewürdigt: Im emotionalen Titel-Song – ohne Kitsch und Pathos, dafür mit purer Freundschaft. Im Opener ‘Ein’ auf den Tod – Zwei auf das Leben’ mit passenden alten Bassspuren des Musikers aus dem Archiv. Und im wiederaufgelebten Outro ‘Wir sind keine Band – 20 Jahre Version’ mit hymnischen Fan-Gesängen. Mit dieser gelungenen Balance aus Trauer und Lebensfreude ist FÜR DICH ein würdiges Denkmal für West und ein festes Versprechen an die Fans: Das Leben geht weiter.

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Marilyn Manson legt „Geständnis“ auf der Bühne ab

Es ist wahrlich kein Geheimnis, dass Marilyn Manson in der Vergangenheit schwerwiegende Probleme mit berauschenden Substanzen hatte. Seit nunmehr fünf Jahren lebt er abstinent. Das hat den Schock-Rocker scheinbar kürzlich dazu veranlasst, seine Liveshow für einen Moment, den er als „Geständnis“ bezeichnet, zu unterbrechen. Etwa nach der Hälfte des Sets begann Manson seine Rede: „Ich muss euch etwas gestehen. Einige von euch wussten es vielleicht schon, aber ich mochte Drogen tatsächlich“, sagte er einleitend, und bezog sich auf die Single ‘I Don't Like The Drugs (But The Drugs Like Me)’ von 1998. Dann wird es – typisch für Manson –…
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