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Harakiri For The Sky ARSON

Post Black, AOP/Edel (8 Songs / VÖ: 16.2.)

6/ 7
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Zuverlässig wie ein Uhrwerk veröffentlichen Harakiri For The Sky im Zweijahrestakt ihre Alben. Unweigerlich stellt man sich da die Frage nach musikalischen Schnellschüssen. Der Output des österreichischen Duos ist schließlich alles andere als leichte Kost – reichen knapp zwei Jahre seit der Veröffentlichung von III: TRAUMA also wirklich aus, um noch mal einen draufzusetzen?

Die kurze und schmerzlose Antwort ist: Ja, zweifelsohne. ARSON ist einmal mehr eine emotionale Reise durch menschliche Abgründe und Verfehlungen, die hart an die Substanz geht, gleichzeitig dennoch durch absolute Schönheit besticht. Erstmals mithilfe von Studio-Drummer Kerin „Krimh“ Lechner (Septicflesh, Behemoth) aufgenommen, klingt das vierte Album von Harakiri For The Sky ab der ersten Sekunde noch größer und intensiver als sein Vorgänger.

Mit ihrem einfühlsamen, melodischen und zuweilen progressiven Klang haben M.S. und J.J. natürlich nur noch wenig mit klassischem Black Metal zu tun – solchen Kategorien sind sie mittlerweile aber ohnehin entwachsen. Von den einleitenden Pianoklängen über die sehnsüchtige Akustikgitarre in ‘Heroin Waltz’ bis hin zum Frauengesang in ‘Manifesto’, die sich zwischen Blastbeats, Gitarrenwänden und Shouts einnisten, ist hier alles Gefühl, ganz ohne Kitsch. Besonders ‘You Are The Scars’ legt sich nachhaltig aufs Bewusstsein: „We are nothing“, schreit sich Fronter J.J. wiederholt von der Seele.

Doch was eigentlich das Ende eine Liebesbeziehung beschreibt, wächst schnell zu etwas Größerem, einer Art Manifestierung der Band-eigenen Weltverdrossenheit. Großes und großartiges Album, das nicht nur durch musikalische Exzellenz, sondern auch emotionale Dringlichkeit besticht.

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