Wenn diese Bäume sprechen könnten, würden sie sagen: „Endlich!“ If These Trees Could Talk veröffentlichen mit THE HIDDEN HAND das erste Mal seit ganzen zehn Jahren ein neues Album. Mit Ausnahme der Single ‘Trail Of Whispering Giants’ (2024) ist es die erste Musik der Band seit 2016. Glücklicherweise hat das Quintett sein Talent für ausschweifende Klangwelten in der Zwischenzeit nicht verloren. Im Gegenteil: Die Band klingt an ihren Instrumenten präzise und in ihren Melodien geheimnisvoll wie immer. Die verzerrten Riffs sitzen genau, wie sie sollen, und das Album versprüht etwas Mystisches, dem man sich ganz hingeben will. Schon das Intro ‘Archons’ verführt mit einer Stimmung, die an Blood Incantations meditatives Ambient-Album TIMEWAVE ZERO (2022) erinnert. Der darauffolgende Siebenminüter ‘Moon Machine’ punktet mit Crescendi verzweifelt heulender Gitarren und spannend-atmosphärischen Melodien. Ungewöhnlich für die Formation aus Ohio sind jedoch die Gesangseinlagen in ‘Blurry Creatures’. Wo sich die Band normalerweise auf die Strahlkraft ihrer drei Gitarren verlässt, finden sich hier melodische „Oooh“-Gesänge. Abgesehen von diesem eher gewöhnungsbedürftigen stilistischen Ausreißer eignet sich THE HIDDEN HAND ausgezeichnet zum Augenschließen und Wegträumen.
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