Es gibt ein paar Death Metal-Bands, die nie ein schlechtes Album gemacht haben. Death und Bolt Thrower werden da gerne genannt, und die US-Recken der ersten Stunde, Immolation, gehören definitiv auch dazu. Noch mehr: Robert Vigna, der Gitarrist, macht seit 1988 konsequent nur diese eine Band – und wird, nimmt man DESCENT als Maßstab, mit dem Alter immer besser. Technisch versiert, aber nie angeberisch, ein Gitarren-Sound zum Reinknien und überhaupt eine Produktion, die scheinbar mühelos die Wände der Casa Muller zum Beben bringt – nach Dormant Ordeal letztes Jahr ist dies das nächste Death Metal-Album, das mir bewusst macht, was für ein geiles Genre das ist oder sein kann. DESCENT ist mit zehn Songs in 42 Minuten perfekt choreografiert, und wie immer bei Immolation geht es um Riffs, Riffs und noch mehr Riffs. Vigna zeigt mit müheloser Professionalität, was seine Handschrift ausmacht, diese immer latent dissonante, nicht ganz euklidische Architektur, in der Melodien wie Brutalität so wunderbar speziell nachhallen. Hört nur einen Song wie ‘Adversary’ und lasst euch in den Abgrund fallen.
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