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Iron Monkey SPLEEN AND GOAD

Sludge Metal, Relapse/Membran (9 Songs / VÖ: 5.4.)

4/ 7
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Vier Alben in 30 Jahren – das ist keine Faulheit, sondern Schicksal. Denn von 1999-2017 gab es die Kolosse aus Nottingham nicht – 18 Jahre, in denen sie Bench Press Of Doom gemacht, in zig anderen Bands gespielt und getrauert haben. 2002 erlitt Sänger Johnny Morrow nach langer Krankheit einen tödlichen Herzinfarkt, und für Gründungsschlagzeuger Justin Greaves war klar, dass eine Reunion großer Käse wäre. Was Jim Rushby und Steve Watson (beide Gitarre) anders sahen und sich 2017 Shannon Briggs von den britischen Hardcore-Veteranen Chaos U.K. ans Mikro holten. Damit vorgespult ins Jahr 2024, zum vierten Album der übellaunigen Schwer­gewichte. Sie sind jetzt ein anderes Biest: immer noch groovy, aber auch einen Ticken flacher.

Briggs singt viehischer, jedoch eindimensionaler als der perma­nent durchbrennende Giftzwerg Morrow – gut nachzuhören in ‘Concrete Shock’ und ‘Misanthropizer’. ‘Off Switch’, der mit 7:32 längste Track von SPLEEN AND GOAD, klingt, als liefe der Bohrer bei der Wurzelbehandlung in Zeitlupe, so schlingernd rühren Iron Monkey im stinkenden Dunkel herum. So ganz kommen sie aber nicht an ihre alte quälende Beharrlichkeit ran (siehe ‘Lead Transfusion’). Die Hardcore-Klopper ‘Rat Flag’ und ‘Exlexed’ sowie das Industrial Noise-Outro ‘OD Rose’ hätt’s für mich nicht gebraucht, aber, ach, macht mal. Hübsche Bands gibt’s viel zu viele – da ist doch wieder Platz für die grundhässlichen Iron Monkey, oder?

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