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Iron Savior AWESOME ANTHEMS OF THE GALAXY

Heavy Metal, RPM/Warner (17 Songs / VÖ: 27.3.)

3.5/ 7
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Es gehört zu den ältesten Scherzen der Musik­geschichte: Eine ernst zu nehmende Heavy Metal-Band covert einen Song, der mit Metal nichts zu tun hat. Einen Titel, den jeder kennt, heimlich mag und der so kitschig ist, dass man zwangs­läufig mitsingen möchte. Genau dieser Stilbruch soll dann witzig sein. Die Hamburger Power Metal-Helden Iron Savior erzählten diesen Witz bereits 2002 mit ihrem Seal-Cover ‘Crazy’. Damals funktionierte das – sogar auf eine angenehm unironische Art. Mit AWESOME ­ANTHEMS OF THE GALAXY gelingt ihnen das allerdings nicht mehr. Diese Platte treibt die Idee mit 17 Songs konsequent auf die Spitze und setzt ausschließlich auf absolute Welt-Hits: ‘Take On Me’ von A-ha, ‘(I Just) Died In Your Arms Tonight’ von Cutting Crew oder – man staune – ‘Here Comes The Rain Again’ von den Eurythmics. Das Resultat klingt genau so, wie man es erwartet. Power-metallische Arrange­ments mit Doublebass und auf Gitarren übertragene Synthesizer-Linien sind derart bizarr, dass man zunächst faszi­niert hängenbleibt. Perfekt geeignet fürs Bierzelt oder den Festival-Camping­platz – so überdreht, dass man schmun­zeln muss. Auf Dauer nutzt sich der Effekt jedoch ab, und irgendwann zündet der Gag nicht mehr. Spätestens bei den rockigeren Vorlagen wie ‘Call Me’ oder ‘Since You’ve Been Gone’ sind die Synapsen endgültig überfordert, und die Sehnsucht nach einem klassischen Schwermetall-Song wächst. In kleiner Dosierung bleibt diese musikalische Wundertüte dennoch durchaus genießbar.

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