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Lacrimas Profundere BLEEDING THE STARS

Gothic Metal, Oblivion/SPV (10 Songs / VÖ: 26.7.)

6/ 7
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Erst letztes Jahr verabschiedete sich nicht nur Roberto Vitacca nach zehn Jahren als Frontmann von Lacrimas Profundere, nein, auch die Mehrheit der Band tat es ihm gleich. Einzige Konstante bleibt nach wie vor Gitarrist und Mitbegründer Oliver Nikolas Schmid. Kurzerhand kehrte Dominik Scholz nach fünf Jahren Lacrimas-Abstinenz zurück ans Schlagzeug, und für gesanglichen Ersatz ist auch schon gesorgt. Klar – als Vitacca noch auf der Bühne des M’era Luna Festivals 2018 das metaphorische Zepter an Julian Larre übergab, wurden schnell kritische Stimmen laut.

Doch die Band beschritt im Lauf der vergangenen Jahre häufiger neue Wege – personell wie musikalisch; und der frische Wind scheint dem Trio wirklich gutzutun. BLEEDING THE STARS vereint alles in sich, was Lacrimas Profundere seit 26 Jahren ausmacht: Von doomigen Nummern wie dem einleitenden ‘I Knew And Will Forever Know’ bis hin zu eher typischen Goth Rock-Klängen in ‘Father Of Fate’ ist alles dabei.

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Letzteres wurde sicher nicht ganz ohne Kalkül als erste Single-Veröffentlichung gewählt, veranschaulicht es zum einen das geballte Stimmvolumen des Neuzugangs am Mikrofon, das obendrein sehr an Christopher Schmid (erster Sänger, Gründungsmitglied und Co-Songwriter der Band) erinnert, zum anderen führt es die Skeptiker mit gewohnten Klängen à la FILTHY NOTES FOR FROZEN HEARTS oder THE GRANDIOSE NOWHERE an die neue Scheibe heran.

Ein gutes Beispiel, dass Altes und Neues eine wunderbare Symbiose eingehen können, liefert auch die zweite Single-Auskopplung ‘Like Screams In Empty Halls’, welches geradewegs unter die Haut geht und sich anschickt, dort bleiben zu wollen. Ähnlich verhält es sich mit ‘Mother Of Doom’ und ‘The Kingdom Solicitude’ – zugleich kraftvolle, aber auch schwermütige Nummern inklusive einer geballten Ladung Weltschmerz. In der zweiten Hälfte des Albums könnten gesanglich passagenweise durchaus auch Vergleiche zu Ville Valo gezogen werden, jedoch keineswegs abkupfernd und ohne dass der eigenständige Lacrimas-Sound dadurch auf der Strecke bleiben würde.

Hier wird nichts und niemand kopiert, sondern neu erschaffen oder auch wiedergefunden. Das alles passiert selbstverständlich unter der Leitung des Mastermind-Brudergespanns Schmid. Da bleibt nur noch zu sagen: Chapeau, meine Herren, was für eine Kür! BLEEDING THE STARS ist eine echte Glanzleistung und jede Empfehlung wert.

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