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Lex Legion LEX LEGION

Heavy Metal, MNRK (9 Songs / VÖ: 12.6.)

5/ 7
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Karl-Heinz ­Rummenigge sagte einmal, Fußball sei keine Mathematik. Ob das auch im Heavy Metal funktioniert? Vier Fünftel der klassischen King Diamond-­Besetzung Ende der Achtziger Jahre plus die Progressive-Stimme von Pagan’s Mind ergibt was? Genau: ein richtig gutes Ergebnis. Mit Nils K. Rue am Mikro sowie Pete Blakk und Andy LaRocque an den Gitarren, Hal Patino am Bass und Mikkey Dee am Schlagzeug versammelt LEX LEGION eine Riege von Musikern, die nicht nur Geschichte geschrieben haben, sondern offenbar auch heute noch genau wissen, wie man packende Songs komponiert. Besonders Rue überzeugt mit seiner kraftvollen, variablen Stimme, die mühelos zwischen melodischer Höhe und druckvoller Präsenz pendelt, den Songs eine moderne Note verleiht und komplett darauf verzichtet, den King irgendwie nachahmen zu wollen. Musikalisch setzen Lex Legion auf klassischen Heavy Metal, der sich bewusst an traditionellen Tugenden orientiert, dabei aber erstaunlich frisch und druckvoll wirkt. Die Riffs sitzen, die Soli sind geschmackvoll gesetzt, und die Arrangements folgen einem klaren „Weniger ist mehr“-Ansatz, ohne an Wirkung einzubüßen. Songs wie ‘Sleep ­Eternally’, ‘Lost Inside’, ‘(I Am) The Resurrected’ oder ‘When The Stars Align’ zeigen, wie gut die Mischung aus Erfahrung, Spielfreude und kompositorischem Gespür funktioniert. Reine Retroware klingt anders. Nun gut, nicht jede Idee zündet wie bei den genannten Vorzeige-Songs, nicht jede melodische Überleitung dient wirklich dem Lied. Wer auf klassischen Metal steht, wird mit diesem Debüt dennoch absolut zufrieden sein. LEX LEGION beweist eindrucksvoll, dass sich gute Musik immer durchsetzt – im Heavy Metal vielleicht sogar mehr als in anderen Musikstilen. Manchmal geht die Rechnung eben doch auf.

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