Liminal Sky wirken mehr wie ein Kollektiv als eine Band. Es ist das neue Projekt von Produzent Jaime Gomez Arellano (bekannt durch seine Arbeit mit Ghost, Moonspell oder auch Paradise Lost) und Musiker Daniel Knight. Gemeinsam verantworten sie die atmosphärische Musik auf ALL TOMORROW’S DARKNESS. Der Großteil des emotionalen Gesangs und alle Lyrics kommen dagegen von Hexvessel-Frontmann Mat McNerney. Kristoffer Rygg, Karin Park und Daniel O’Sullivan steuern weitere Vocals bei. Von Beginn an ist die Musik auf dem Debüt eher reduziert und fließt melancholisch und langsam vor sich hin. Nur ab und zu zieht das Tempo an und bringt ein wenig Schwung in die Melodien (‘A Solitary Future’, ‘Forget Me Not’, ‘Oar On The Mooring’). Die Musik bringt eine hörbare Traurigkeit und Düsternis mit sich, die besonders McNerney auf bezaubernde Art und Weise transportiert. Kein Wunder: Der Tod seiner Mutter soll seine Lyrics und diese Platte maßgeblich geprägt haben. Ein sporadisch aufklingendes Saxofon (‘Some Other Time’, ‘Algebra Of Unknowing’’) und feinfühlig eingesetzte Synthesizer (‘Forget Me Not’) verleihen der Musik eine zusätzliche Dimension, die das Album aus seiner hoffnungslosen Stimmung ein wenig anhebt. Die Lieder auf ALL TOMORROW’S DARKNESS erinnern stark die ruhigeren Songs von Opeth und glänzen mit derselben zarten Progressivität. Ein schönes Album für einen regnerischen Sommertag.
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