Chris Harms und Co. wird derzeit nicht langweilig: Mit OPVS NOIR VOL. 3 legen die Hanseaten nicht nur ihre dritte Scheibe innerhalb von zwei Jahren, sondern auch den finalen Teil ihrer Albumtrilogie vor. Dieser punktet einerseits mit einer zeitgemäß-modernen Produktion (in ‘Kill The Lights’ zum Beispiel ballern die Gitarristen Pi und Benji Mündigler schön mit Dive Bomb-Sounds), zum anderen haben die Songs im Vergleich zum Vorgänger die Nase vorn. In Kombination mit den zwingenden Kollaborationen sind dabei ein paar ziemlich unwiderstehliche Perlen entstanden. So hat die gemeinsame Tournee mit Saltatio Mortis leckere Früchte getragen: In ‘I’m A Diamond’ glänzt Alea der Bescheidene. Der Stampfer ‘I Hate People’ mit Wednesday 13 macht beste Laune mit Misanthropie galore. Bei der großen Weltschmerzgeste ‘La Vie Est Hell’ leidet Kissin’ Dynamite-Organ Hannes Braun herrlich mit. Und dem betörenden Timbre von Ambre Vourvahis kann man außerhalb von Xandria sogar endlich mal zuhören, wie die Power-Ballade ‘When Did The Love Break’ beweist. Darüber hinaus wissen Lord Of The Lost natürlich ebenso im Alleingang (‘My Funeral’, ‘Your Love Is Colder Than Death’ und ‘Square One’) mit düsteren Geschichten zu überzeugen. Dieser dreifache Kraftakt unterstreicht, dass die Gothic-Metaller voll im Saft stehen.
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