Lost Society machen mit HELL IS A STATE OF MIND keine Gefangenen. ‘Afterlife’ beginnt mit rasanten Gitarren-Arpeggien, die an Avenged Sevenfolds ‘Hail To The King’ erinnern. Vokalist Samy Elbanna fängt nach einem kurzen Intro direkt an, schneller zu rappen als sein eigener Schatten. Die Musik baut sich zügig zu einem modern-symphonischen Metal-Epos auf. Mit dem Melodrama von Bands wie Ice Nine Kills schaukeln sie ihre Musik zu theatralischen Krachern hoch, und jedes Lied ist eine Performance für sich. Elbanna entpuppt sich als gesangliches Multitalent, denn er screamt, growlt, rappt und singt mit seiner rockigen Stimme klar, als gäbe es kein Morgen mehr. Epische Gitarrensoli von Arttu Lesonen sorgen für oldschoolige Tendenzen (beispielsweise in ‘Kill The Light’ oder ‘Personal Judas’) in der Musik, die offenkundig von den ganz Großen geprägt wurde – Bands wie Iron Maiden haben eindeutig ihre Spuren hinterlassen. Das 40-köpfige Filmorchester Babelsberg unterstreicht das gesamte Werk zudem mit wunderbar orchestralen Melodien, die der Platte eine besonders filmische Qualität verleihen. Lost Society machen es sich mit ihrer komplexen Herangehensweise nicht leicht, stechen dafür aber mit ihren dramatischen Liedern umso mehr aus der Modern Metal-Masse heraus. Stark!
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