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Majestica POWER TRAIN

Power Metal, Nuclear Blast/Warner (10 Songs / VÖ: 7.2.)

5/ 7
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Die einen schwören auf das Bordbistro der Deutschen Bahn, andere machen einen weiten Bogen drumherum – gleiches gilt für Majestica. Sänger, Gitarrist und Keyboarder Tommy Johansson ist vom Metal-ICE Sabaton in seinen privat betriebenen Regionalzug umgestiegen und genießt es hörbar, alle Weichen nach eigener Vorstellung zu stellen. Auch vier Jahre nach A CHRISTMAS CAROL (2020) hängt in den Abteilen noch alles voller Lametta, wenngleich die Sitzplätze für klassische Metal-Klischee-Themen reserviert sind: ­Stärke, Heldentum, Kämpfe – und, äh, Züge. So rasen Majestica mit POWER TRAIN durch Power- und Melodic Metal-Klanglandschaften; die Doublebass sorgt für Feuer im Kessel, mächtige Chöre machen ihre Durchsagen, märchenhafte Keyboards süßen den Kaffee (für manche Geschmäcker gewiss zu sehr), und gepfefferte Riffs schärfen die (auch vegan erhältliche) Currywurst.

Wo im Titel-Song oder ‘Battle Cry’ noch den Faluner Freunden am Nebengleis gewunken wird, schließt ‘No Pain, No Gain’ in Hochgeschwindigkeit zu modernen Disco-Power-Metal-Anbietern wie Battle Beast oder Gloryhammer auf, während sich ­‘Megatrue’ stoisch stampfend vor dem Dampfross Hammerfall verneigt und ‘My Epic Dragon’ beziehungsweise ‘A Story In The Night’ an Reisen mit Rhapsody respektive Stratovarius erinnern. Bei ‘Victorious’ glaubt man gar, Michael Kiske wäre gerade hinzugestiegen. Multiinstrumentalist Johansson und sein Bordpersonal wissen genau, welche Knöpfe sie drücken müssen, tun das in Perfektion und landen in jedem Bahnhof einen pünktlichen Hit. Dass im Lauf der Fahrt mancher Blick aus dem Fenster arg vertraut wirkt, gehört demnach zum Konzept. Power Metal- und Eisenbahnromantiker sollten unverzüglich eine Probefahrt wagen.

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Megadeth: James LoMenzo schließt neue Musik nicht aus

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