Toggle menu

Metal Hammer

Search

Kissin‘ Dynamite NOT THE END OF THE ROAD

Hard Rock , Napalm/Universal (12 Songs / VÖ: 21.1.)

6/ 7
teilen
mailen
teilen
von

Höre ich Kissin’ Dynamite 2022, muss ich automatisch an Bon Jovi der Jahre 1986 bis 1992 denken, an SLIPPERY WHEN WET bis KEEP THE FAITH, an tolle Rock-Songs ohne Kitsch- und Fremdschämattitüde und ohne ameri­­kanisch-patriotische Pseudo-Springsteen-Schwüre. Will sagen: Auch das neue Album der deutschen Band um Sänger/Song-Schreiber Hannes Braun ist ein astreines, tadelloses und von massentauglichen Songs gekennzeichnetes Hard Rock-Werk, wie man es auf diesem Planeten nicht jeden Monat präsentiert bekommt. Dabei machen Kissin’ Dynamite eigentlich nichts Ungewöhnliches: Weder können sie über Wasser laufen, noch haben sie einen Zaubertrank im Kessel oder einen Heiligenschein über ihren Häuptern. Nein, ihre aktuelle Scheibe NOT THE END OF THE ROAD besticht einfach durch ideen­reiche, raffinierte Rock-Songs, deren ­Refrains durch kleine harmonische Tricks immer wieder feine Besonderheiten aufweisen.

🛒  NOT THE END OF THE ROAD bei Amazon

‘What Goes Up’ zum Beispiel, eigentlich ein augenzwinkernder Europe-Rip-off mit „Cherokee-Appeal“, schwingt sich durch Brauns Melodieführung zu einem echten Ohrwurm auf und hält den wunderbaren Spannungsbogen bis zur letzten Note. So oder ähnlich funktionieren auch Stücke wie ‘Coming Home’, ‘All For A Hallelujah’, das humorvolle ‘Yoko Ono’ oder die fantastische Radioballade ‘Good Life’ (featuring Saltatio Mortis, Charlotte Wessels, Ex-Delain & Guernica Mancini, Thundermother), allesamt Paradebeispiele dafür, dass diese Band auch im internationalen Vergleich derzeit die Standards setzt.

***

Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung

***

teilen
mailen
teilen
Metal in Italien: Ein Land in fünf Akten

Das komplette Special über Metal in Italien findet ihr in der METAL HAMMER-Maiausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo! Aller Anfang ist schleppend Ähnlich wie Black Sabbath in Großbritannien die Blaupause für die dortige Metal-Szene lieferten, taten es Jacula in Italien. Unter der Ägide von Frontmann ­Antonio Bartoccetti verschmolz die Band Kirchenorgeln mit schwermütigen Riffs und beschwor eine sakrale Ästhetik; schwarzmagische Rituale und liturgische Harmonien griffen ineinander und formten progressive Klang­ungetüme. Mit TARDO PEDE IN MAGIAM VERSE (1972) und möglicherweise auch IN CAUDA SEMPER STAT VENENUM (2001)…
Weiterlesen
Zur Startseite