Schon lange lässt es der norwegische Black Metal-Legendenverein Mayhem eher ruhig angehen, was neue Alben betrifft. Sechs oder mehr Jahre sind Standard, jeweils angefüllt mit diversen „sonstigen“ Veröffentlichungen, die neben den unablässigen Tourneeaktivitäten etwas zusätzliches Geld in die Kassen spülen. Mayhem gleich Kommerz? Aber natürlich, schließlich wollen und sollen die Musiker mehr als 30 Jahre nach dem Urknall des norwegischen Black Metal von etwas leben. Und was die dann doch immer wieder recht regelmäßig erscheinenden Alben angeht: Ein richtig schlechtes haben sie noch nie geliefert. Mehr noch: DAEMON (2019) wirkte wie eine Wiederbelebung mit seiner punkigen Attitüde und dem erkennbaren Willen, unterscheidbare, knackige Songs zu schreiben. LITURGY OF DEATH schleicht sich mit ‘Ephemeral Eternity’ recht dissonant an, kann im Fortgang aber nicht verhehlen, dass die Qualitäten von DAEMON recht konsequent weitergedacht wurden: ‘Despair’ ist der archetypische Ritt durch den Eissturm, ‘Weep For Nothing’ entführt mit dramatischem Gesangstremolo und den typischen, DAEMON prägenden Gitarrenphrasierungen von Morten „Teloch“ Iversen in theatralische Sphären, damit ‘Aeon’s End’ danach wieder alles fast Marduk-mäßig einnorden kann. So geht es weiter – abwechslungsreich, kurzweilig, immer typisch Mayhem, immer spannend. Cooles Teil.
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