Kritik zu Misery Index COMPLETE CONTROL

Misery Index COMPLETE CONTROL

Death Metal, Century Media/Sony (9 Songs / VÖ: 13.5.)

5/ 7
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In zwei Jahr­zehnten haben Misery Index ihren eigenen Klangcharakter kultiviert und die „vollständige Kontrolle“ über diesen erlangt. Überraschungen sollte man auf dem siebten, aus altbekannten Bausteinen errichteten Album der Deathgrinder aus Maryland also nicht erwarten. Dafür aber einige schöne „More of the same“-Tritte in den Allerwertesten. Im Zentrum steht weiterhin tödlicher Stahl, intensiviert mit weiteren Gewürzen des Härtner­gartens. So wirft ‘Administer The Dagger’ nach einer bedrohlichen, mit Carnivore-Flair gespickten Einleitung den Grinder an, während ‘The Eaters And The Eaten’ pfeilschnelle Attacken mit dicken Grooves ablöscht. Im weiteren Verlauf befeuern Hardcore-Wut (‘Infiltrators’) und Schwärze den ohnehin hoch ausschlagenden Aggressionspegel.

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Wenngleich dieser den Ton 34 Minuten lang angibt, flechten Misery Index traditionsgemäß hier und dort auch Melodien ein – mal punkig (‘Complete Control’), mal mit gespenstischen Grüßen aus der Nile-Grotte (‘Conspiracy Of One’), mal episch im Abgang (‘Necessary Suffering’, ‘Reciprocal Repulsion’). Trotz großer Vorhersehbarkeit stimmt die Abwechslung auf COMPLETE CONTROL folglich, zumal die neun Songs nicht nur mit diesem Fokus komponiert, sondern von Mixer Will Putney und Mastering-Meister Jens Bogren auch dynamisch in Szene gesetzt wurden.

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