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Motorowl THIS HOUSE HAS NO CENTER

Doom/Prog Metal, Supreme Chaos/Soulfood (10 Songs / VÖ: 16.2.) 

4/ 7
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Ein Haus ohne Mitte, ein Raum ohne Ende: Was wie der Albtraum eines jeden Architekten klingt, bedeutet für Motor­owl aus Thüringen die Suche nach der ultima­tiven Wahrheit. Mit ihrer dritten Platte THIS HOUSE HAS NO CENTER bedient das Quintett erneut die volle Band­breite aus Doom und Psychedelic Rock samt gelegentlicher Krautrock-Ausläu­fer. Insbesondere die orgelhaften Synthies sind spätestens seit ATLAS (2018) das Aushängeschild der Band und beleben die Songs mit einem progressiv-düsteren Touch. Dabei wechseln sich atmosphärisch-ruhige Stücke (‘Fences’) mit charismatisch-treibenden Songs (‘All Bells Ring’) ab. Die gelegentlichen Hard Rock- und Metal-Passagen in ‘Future Nostalgia’ oder ‘Clean Passage’ verleihen der Platte die nötige Abwechslung und Härte.

Nicht nur, aber auch wegen der freigeistigen Arrangements (‘Lie To The Creator’) und der Dynamik- sowie Stimmungswechsel (‘Forever Box’) reihen sich Motorowl auch mit ihrer dritten Platte keineswegs in die Gruppe austauschbarer Retro Rock-Bands ein. THIS HOUSE HAS NO CENTER strotzt vor Experimentierfreude, handwerklichem Können und psychedelisch ausgefeilten Klanglandschaften, leider zeitweise auf Kosten von Energie und Durchschlagskraft. Das Album muss man wie die Erkenntnis, dass die Wahrheit nie losgelöst von der Perspektive zu betrachten ist, einfach auf sich wirken lassen.

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