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Benighted EKBOM

Death Metal, Season Of Mist/Soulfood (13 Songs / VÖ: 12.4.) 

5/ 7
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Betroffene des Ekbom-Syndroms verspüren das Gefühl, als krabbelten Parasiten, Würmer oder Insekten unter ihrer Haut. Wen es jetzt noch nicht überall juckt, der ist hart im Nehmen – und damit bestens für Benighteds zehntes Album gerüstet. Denn EKBOM erweist sich nicht nur thematisch als harte Nuss: Hier reihen sich Blastbeats, Kotzartikulationen und Gniedeleien zu purem Hass aneinander. Und das – für Brutal Death-/Deathgrind-Verhältnisse – noch eine Spur eingängiger als auf den jüngsten Vorgängern. Mit apokalyptischen Riffs und Break­downs kracht ‘Scars’ als Höhepunkt voran, aber auch herbe Grooves (‘Flesh Against Flesh’), Tapping-Soli (‘Metastasis’) und schwarze Gitarrenakzente (‘Le Vice de Entrailles’) verharren gerne länger im Ohr.

Weitere Widerhaken setzen (Hardcore-)Gangshouts, die Brecher wie das infernale ‘Morgue’ oder den geradlinigen Grinder ‘A Reason For Treason’ mitschreikompatibel gestalten. Apropos: Frontmann Julien Truchan macht seinem Ruf als Chamäleon einmal mehr alle Ehre, wenn er quiekt wie ein Schwein, grunzt wie ein Mops, knurrt wie Gollum (‘Ekbom’) oder seine Stimmbänder verrenkt wie ein HipHopper (‘Nothing Left To Fear’). Abzüglich einiger Füllmomente ergibt das unterm Strich eine wahrhaft kribbelnde halbe Stunde extremer Klangkunst.

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