Mr. Big TEN

Hard Rock , Frontiers/Soulfood (11 Songs / VÖ: 12.7.)

5/ 7
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Das zehnte Studio­album von Mr. Big! Eigentlich ein Grund zum Feiern, allerdings befindet sich die Band aktuell auf ihrer Abschiedstournee. Der Tod von Original-Drummer Pat Torpey (verstarb 2018 an seiner Parkinson-Krankheit) überschattet ohnehin alles. Ihn ersetzt auf TEN Nick D’Virgilio, der in der Vergangenheit für unter anderem Genesis und Spock’s Beard trommelte. Ein Virtuose also – genau wie der Rest dieser Band. Nur haben sie dies in ihrer über 35-jährigen Karriere niemals raushängen lassen. Mr. Big waren immer der Gegenentwurf zum Hard Rock-Pomp. Jeans statt Glitzer, Blues statt Pop Rock – ungeachtet ‘To Be With You’ (1991). Trotz der Vorzeichen denkt das Quartett um Frontmann Eric Martin gar nicht daran, in Depressionen zu verfallen – im Gegenteil.

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TEN ist dermaßen abgehangen, verkörpert lässigen ZZ Top- und Bonamassa-Groove und schert sich einen Dreck um irgendwelche Trends oder Erwartungshaltungen. Mr. Big haben hörbar Spaß an ihren Blues-getränkten Hard Rock-Nummern. Ähnlich wie ­Thunder verkörpern Mr. Big die pure Lust an der Musik. Enthusiastisch muss man aber nicht werden, TEN ist eher etwas für den Ohrensessel samt Kopfhörer und ein Bier. Bodenständig bis ins Mark. Kein Höhenflug, sondern hörbare Qualität in jedem Moment. Ein wirklich gelungener Abschluss. Wer Mr. Big noch nie intensiv verfolgt hat, sollte jetzt damit anfangen. Es ist noch nicht zu spät.

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Geoff Tate: Routine gehört zu seinem kreativen Prozess

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