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Metal Hammer

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Mutation III: DARK BLACK

Extreme Metal, Undergroove/Indigo (12 Songs / VÖ: 23.06.)

7/ 7
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Großes Leiden hat schon oft ebenso große Kunst hervorgebracht. Echte, vertonte Emotionen sind in der modernen Musikwelt ins Hintertreffen geraten. Abgesehen von großem Herzschmerz. Doch die richtig großen Songwriter – denken wir nur an das unfassbar intensive, aber eben auch unter tragischen Umständen entstandene letzte Album von Nick Cave – scheuen auch vor den Abgründen der menschlichen Seele nicht zurück.

Ginger Wildheart macht diesbezüglich aus seinem Herzen schon lange keine Mördergrube mehr. Spätestens, seitdem er begonnen hat, sich mit seinen Depressionen auseinanderzusetzen. Waren schon die ersten beiden Werke seines Mutation-Projektes harte, gelegentlich unverdauliche Kost, so hat er mit Scott Lee Andrews von Exit International einen ähnlich abgedrehten „partner in crime“ gefunden, der scheinbar wesentlich dabei hilft, III: DARK BLACK zu einem wahnsinnigen Ritt auf der Rasierklinge zwischen vorsätzlicher Dekonstruktion und Elementen herkömmlichen Songwritings werden zu lassen.

Denn immer dann, wenn sich der Bohrer zu tief in die Hirnrinde zu fräsen droht, haut Ginger, der alte Song-Gott, einen raus, der das ganze Ding komplett auf links krempelt (Der Chorus von ‘Irritant’ ist so dermaßen Chef…). Komplettiert wird dieser Mix aus Residents, Ministry, Napalm Death und natürlich The Wildhearts, deren komplett missverstandenes ENDLESS NAMELESS schon vor knapp zwanzig Jahren mit einer ähnlich durchgedrehten Mischung aufwarten konnte, von einer exquisiten Gästeliste mit unter anderem Phil Campbell, Devin Townsend, Jamie Oliver (UK Subs) oder „Random“ Jon Poole aufwarten kann.

Ein ganz großes und wichtiges Album, das den Hirnfick des Lebens endlich in musikalische Form gießt. Das hier hat mehr Hass und Eier als sämtliche skandinavischen Suizidselbstdarsteller zusammen – und ist ein definitives Highlight 2017!

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Ratt: Stephen Pearcy würde heute vieles anders machen

Bei vielen Glam Metal-Bands ging es mehr als wild zu. So dürfte es auch niemanden verwundern, dass zum Beispiel auch Ratt implodiert sind. Stephen Pearcy, der einstige Frontmann der Achtziger-Ikonen, war kürzlich im The Magnificent Others-Podcast von Smashing Pumpkins-Mastermind Billy Corgan zu Gast. Dort gesteht der 69-Jährige, dass er die Dinge in den Anfangstagen der Gruppe definitiv anders angehen würde, wenn er noch einmal die Chance dazu bekommen würde — um eben zu verhindern, dass das klassische Line-up auseinanderbricht. Zu viele Köche "Zu eintausend Prozent hätte ich es definitiv anders gemacht", beteuert Pearcy. "Denn als ich Ratt gegründet habe, wie…
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