Toggle menu

Metal Hammer

Search

New Keepers Of The Water Towers Infernal Machine

Psychedelic Doom, Listenable/Edel (7 Songs / VÖ: 4.3.)

5/ 7
teilen
mailen
teilen
von

Der Weltraum – unendliche Weiten. Für das vierte Album des Prog-Kollektivs aus Stockholm sollte man sich den restlichen Tag frei nehmen.

Schließlich entwickeln die Keepers mit den schütteren Haaren und dem unhandlichen Namen eine klassische, voll ausgearbeitete Space-Oper, und wer ihre Inspiration – den 1974 erschienenen, mehrfach prämierten Sci-Fi-Roman ‘Der ewige Krieg’ von Joe -Haldeman – nicht kennt, wird noch mal länger brauchen. Haldeman verarbeitet in diesem Buch seine Erlebnisse aus dem Vietnam-Krieg – weshalb sich seine Hauptfigur auch in einem 881 Jahre dauernden, interstellaren Himmelfahrtskommando wiederfindet. Die feind–lichen Aliens, die Taurier, sind nicht mal das -Schlimmste; als übler entpuppen sich menschliche Blödheit und Inkompetenz. INFERNAL MACHINE übersetzt diese Geschichte in perlende Vintage-Sounds zwischen King Crimson und Pink Floyd.

Früher mal als „Schwedens Antwort auf Mastodon“ vermarktet, nehmen sich die Keepers jetzt mit rigoroser Entschleunigung ein Stück weit aus dem Rennen: Nichts soll ihren Drift durch die Schwerelosigkeit bremsen. Lead-Sänger Rasmus Booberg klingt dazu wie die Stoner-Version von Bowies Major Tom; der wahre Held ist aber Schlagzeuger Tor Sjödén, der zwischen ersterbendem Jazz-Besen und Neu!-Motorik-Beats alles draufhat. Wenn bei deiner nächsten Party jemand den Schimmel am Spülbecken für eine Rauschdroge hält: bitte diese Platte auflegen.


ÄHNLICHE ARTIKEL

MeteorCity: neue Releases zwischen Retro, Stoner, Doom und Metal

MeteorCity ist ein Label, das Szenekennern schon seit Jahren durch geschmacklich wertvolle Alben bekannt ist. Aber eben nur Szenekennern. Das könnte sich jetzt durch fünf hochkarätige Alben ändern, die zeitgleich veröffentlicht werden.

teilen
mailen
teilen
Sólstafir: Dieses Equipment verwenden die Atmosphäre-Götter aus Island

Island ist einsam. Island ist weit. Stehst du auf einem Fjord oder gar auf einem Vulkan und blickst über das weite Lavafeld, das sich holprig vor dir erstreckt, oder lässt deinen Blick über das schwarze, rauschende Meer gleiten, siehst du keine Menschenseele. Island ist dunkel. Aufgewachsen sind die drei Männer um Aðalbjörn Tryggvason mitten im Nirgendwo auf einer isolierten Insel. Das beeinflusste ihre Musik gehörig: Die rauen Wiesen sind in jedem einzelnen Banjo-Zupfen und die gigantischen Felsen in jedem kraftvollen Schlag auf die Drums wiederzuerkennen. Sólstafir sind die Soundmagier Islands. Welches Equipment die Band verwendet, beleuchten wir in diesem Artikel. Weitere…
Weiterlesen
Zur Startseite