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Nonexister DEMONS

Industrial Rock, Nonexister/Membran (11 Songs / VÖ: 15.3.)

3.5/ 7
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Düster, hoffnungslos, maschinell – so zeichnen Nonexister auf ihrer Debütplatte DEMONS ein dystopisches Bild von einer potenziellen Zukunft und üben gleichzeitig massiv Kritik an aktuellen gesellschaftlichen Missständen. So gaben bereits die ersten veröffent­ichten Titel der Band (‘Your Pain Up My Veins’ und ‘How Do You Dare’), welche Machtmissbrauch und Victim Blaming thematisieren, die inhaltsvolle und bedrückende Richtung vor, welche sich durch das Album zieht. DEMONS legt den Finger in die Wunde, unterstützt von Nik Leutholds kratzigem Klar­gesang, den elektronisch-industriellen Sound-Wänden und pulsierenden Klängen, für welche Marco Neeser verantwortlich ist. Manchmal erinnern der dröhnende Bass, die groovende Gitarre und der gotisch-anmutende Beat an Deathstars oder Emigrate; ganz so modern lassen es Nonexister aber nicht angehen und verweilen eher in ihrer getragen-depressiven Katharsis, die nur selten ausbricht oder an Tempo zulegt.

Die meisten Tracks lassen sich als solide Weltschmerznummern begreifen, die alle recht ähnlich daherkommen, bis auf ‘Kater’, dessen deutsche Pöbeleinlage stark an K.I.Z-Einspieler erinnert und das sechs­minütige ‘A Promise In The Air’, bei dem der schlagereske „Ladilei“-Vers die Stirn runzeln lässt. Ein starkes State­ment sendet die Gruppe mit ‘2048’, in dem Leuthold eine postapokalyptische Zukunftsszene beschreibt. Der Gesamt­eindruck: Musikalisch solide, thematisch wichtig. Aber man kann sich durchaus die Frage stellen: Wie viel Hoffnungs­losigkeit und Schwere müssen wir uns in solchen Zeiten noch extra aufbürden?

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Ellefson schimpft auf Mustaine wegen "Verhalten"-Kommentar

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