Nach Obscuritys neuntem Album SKOGARMAORS war es verhältnismäßig lange still um das sonst recht veröffentlichungsfreudige deutsche Quintett, was die Erwartungen an neues Material entsprechend ansteigen ließ. Doch fünf Jahre später liegt nach einigen Besetzungswechseln an den Saiteninstrumenten nun dessen Nachfolger ASCHEREGEN vor, der zugleich Kontinuität und leichte Kurskorrekturen erkennen lässt: Die Scheibe bedient Fans mit einer gut ausgewogenen Mischung aus melodischem Death- und Viking Metal, die sofort vertraut wirkt. Gut, das war zu erwarten. Wo aber SKOGARMAORS zudem Thrash-Elemente einstreute, setzt die aktuelle Scheibe stattdessen (wieder) verstärkt auf Black Metal, was dem Gesamtklang eine rauere, teils düsterere Note verleiht. Die Texte sind erneut komplett in deutscher Sprache verfasst und es gibt bei ‚Rúnar Vig‘ mit Erik Grawsiö von Månegarm einen Gastauftritt am Mikro zu vermelden, der sich organisch ins Klangbild einfügt. Die Songs sind teils etwas unaufgeregt, aber solide und sauber produziert, mit dem typisch teutonischen Touch, den die Band seit Jahren kultiviert. Mit anderen Worten: Fans werden diese Scheibe lieben. Und wer die Band bislang nicht kannte, aber durchaus ein Faible für Viking Metal besitzt, dabei aber nicht auf allen Ebenen Perfektion verlangt, könnte sie lieben lernen.
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