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Oomph! RICHTER UND HENKER

NDH, Napalm/Universal (12 Songs / VÖ: 8.9.)

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Wer glaubte, Oomph! würden nach dem Abgang ihres auf Abwege geratenen Ex-Frontmanns Dero Goi in den Sack hauen und die Band endgültig beerdigen, wird mit RICHTER UND HENKER eines Besseren belehrt. Wie profillos die Truppe in Wahrheit ist, offenbart sich mit der Neubesetzung – der Wechsel wäre ohne die Berichterstattung im Vorfeld vermutlich nicht einmal aufgefallen – durch Der Schulz (Unzucht) noch intensiver. Allerweltsalbumtitel trifft auf ähnlich redundante Lyrics. Oomph! reihen wie gewohnt infantile wie abgenutzte Textphrasen aneinander. ‘Wem die Stunde schlägt’ weckt unangenehme Schlagerreminiszenzen an eine schlecht gelaunte Helene Fischer mit E-Gitarren und Kajal, in ‘Es ist nichts, wie es scheint’ wird fließbandartig abgedroschene Küchenpsychologie gepredigt, und ‘Nur ein Mensch’ mutet wie ein ebenso peinlich klischeehaftes wie tanzbares Hörspiel zur Antikriegsserie ‘Band Of Brothers’ (2001) an. Klingt unpassend? Ist es auch!

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Oomph! machen wenig anders als auf ihren bisherigen Alben und changieren beständig zwischen Pseudomelancholie und Party-Gedudel – und genau dort liegt das Problem, denn die Machwerke der Prä-Der Schulz-Ära waren ähnlich grenzdämlich wie RICHTER UND HENKER. Ehrlicherweise bedient die Band allerdings auch ein undankbares Genre, das unter Musik-Connaisseuren mit Fug und Recht nach dem Motto „Ist das Rammstein oder kann das weg?“ beurteilt wird; für Oomph! ist im Grunde der eine Pflichtpunkt noch deutlich zu viel. Achtung: Fernbleiben!

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