Our Mirage haben in acht Jahren Band-Geschichte einiges geschafft: Drei Alben, unzählige Konzerte und das Erreichen eines höheren Bekanntheitsgrads als ihre Heimatstadt Marl. Nun ist mit FRACTURED MINDS Album Nummer vier vollendet. Und das steht seinen Vorgängern in nichts nach: Screams, melodischer Gesang, Breakdowns, Saiten-Scratches, elektronische Elemente und andere „modernere“ Effekte – kurz gesagt: Ohrwurmpotenzial. Auch wenn Our Mirage ihrem Sound treu geblieben sind, haben sie für FRACTURED MINDS noch mehr auf böse Screams, harte Riffs und ein treibendes Schlagzeug gesetzt. Die zehn Songs liefern eine abwechslungsreiche Mischung aus Elementen von Rap wie in ‘The Chase’ (feat. Elwood Stray) und ‘Fractured’, groovigen, fetten Riffs in ‘Farewell’ sowie eine emotionale Ballade (‘God Behind Your Eyes’) und den längsten Scream der Platte (ebenfalls in ‘Fractured’) – die Emo-Essenz bleibt dabei trotzdem erhalten. Our Mirage machen alles richtig: FRACTURED MINDS erinnert in Teilen an Metalcore à la Bring Me The Horizon oder Falling In Reverse, nutzt aber auch Elemente des Post Hardcore und Pop. Trotzdem fehlt das gewisse Etwas – die Platte ist eingängig, ohne eingängig zu sein. Denn obgleich sie keinesfalls einen einzigen schlechten Song beinhaltet, gibt es nichts, was sie von einem bereits existierenden Katalog generischen Metalcores abhebt. Nichtsdestotrotz ist FRACTURED MINDS ein gelungenes Album. Und es muss ja nicht immer alles gleich ein völlig neu erfundenes Ausnahmewerk sein. Guter Metalcore ist ebenfalls ausreichend.
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