Toggle menu

Metal Hammer

Search

Ov Sulfur ENDLESS

Deathcore, Century Media/Sony (10 Songs / VÖ: 16.1.)

5.5/ 7
teilen
mailen
teilen
von

Bei ENDLESS wirken Ov Sulfur so, als hätten sie genau verstanden, was an ihrem Debüt schon funktioniert hat – und dann einfach weiter daran gedreht, bis es richtig scharf war. Der Einstieg über ‘Endless//Godless’ legt sofort eine düstere Schwere über das Album, ohne viel preiszugeben. Es ist eher ein Gefühl als ein Song, aber ein passendes. Sobald ‘Seed’ beginnt, zeigt sich, wie durchdacht die Band inzwischen arbeitet. Die Refrains waren schon vorher stark, jetzt wirken sie noch direkter und greifen tiefer ins Songwriting ein. Statt Pausen vom Geballer sind sie Drehpunkte, die Melodie und Härte wirklich zusammenführen. ‘Forlorn’ baut darauf auf: viel Spannung, markante Riffs und ein Refrain, der sich nicht verliert, obwohl drumherum alles tobt. Der klare Ausreißer – im besten Sinn – ist ‘Wither’. Nicht, weil es ruhig ist, sondern weil es zeigt, wie selbstverständlich Ov Sulfur mit Emotion umgehen. Die Vocals tragen eine Verletzlichkeit, die nicht auf Effekt spielt, und das Gitarrensolo sitzt genau dort, wo es etwas öffnet, statt etwas zu brechen. Der Song wirkt persönlich und trotzdem völlig natürlich im Gesamtbild. Im weiteren Verlauf bleibt die Band kompromisslos, aber stets klar geführt. ‘Evermore’, ‘Vast Eternal’ und die Featuretracks – mit beispielweise Distant-Frontmann Alan Grnja oder Ingested-Sänger Josh Davies – halten das Tempo hoch, ohne die melodischen Ansätze zu über­decken. Dabei fällt immer wieder auf, wie sicher Ov Sulfur inzwischen wirken – für ein zweites Album erstaunlich abgeklärt.

***
Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung
***

teilen
mailen
teilen
Editorial METAL HAMMER 02/2026

Liebe Metalheads, erneut geht einer der Großen. Oft streitbar, aber immer verlässlich; nicht ganz oben, aber gerade deshalb von einem Kultgefolge gefeiert – und für manch einen Headbanger gar die bodenständigere und damit bessere Alternative zu Metallica: Dave Mustaine und Megadeth werden der Szene fehlen. Immerhin: Der Gitarrist und Sänger entscheidet sich aus freien Stücken, seine Band würdevoll zu beenden. Und er geht, natürlich, nicht ohne einen Knall. Zwar gibt sich der streitbare Rotschopf im Interview versöhnlich, doch schwingt zwischen den Zeilen immer wieder die alte Grantigkeit gegen die Welt und Metallica durch. Für unsere Titelgeschichte lässt uns der 64-Jährige…
Weiterlesen
Zur Startseite