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Ov Sulfur ENDLESS

Deathcore, Century Media/Sony (10 Songs / VÖ: 16.1.)

5.5/ 7
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Bei ENDLESS wirken Ov Sulfur so, als hätten sie genau verstanden, was an ihrem Debüt schon funktioniert hat – und dann einfach weiter daran gedreht, bis es richtig scharf war. Der Einstieg über ‘Endless//Godless’ legt sofort eine düstere Schwere über das Album, ohne viel preiszugeben. Es ist eher ein Gefühl als ein Song, aber ein passendes. Sobald ‘Seed’ beginnt, zeigt sich, wie durchdacht die Band inzwischen arbeitet. Die Refrains waren schon vorher stark, jetzt wirken sie noch direkter und greifen tiefer ins Songwriting ein. Statt Pausen vom Geballer sind sie Drehpunkte, die Melodie und Härte wirklich zusammenführen. ‘Forlorn’ baut darauf auf: viel Spannung, markante Riffs und ein Refrain, der sich nicht verliert, obwohl drumherum alles tobt. Der klare Ausreißer – im besten Sinn – ist ‘Wither’. Nicht, weil es ruhig ist, sondern weil es zeigt, wie selbstverständlich Ov Sulfur mit Emotion umgehen. Die Vocals tragen eine Verletzlichkeit, die nicht auf Effekt spielt, und das Gitarrensolo sitzt genau dort, wo es etwas öffnet, statt etwas zu brechen. Der Song wirkt persönlich und trotzdem völlig natürlich im Gesamtbild. Im weiteren Verlauf bleibt die Band kompromisslos, aber stets klar geführt. ‘Evermore’, ‘Vast Eternal’ und die Featuretracks – mit beispielweise Distant-Frontmann Alan Grnja oder Ingested-Sänger Josh Davies – halten das Tempo hoch, ohne die melodischen Ansätze zu über­decken. Dabei fällt immer wieder auf, wie sicher Ov Sulfur inzwischen wirken – für ein zweites Album erstaunlich abgeklärt.

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