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Periphery PERIPHERY IV: HAIL STAN

Prog, Century Media/Sony (9 Songs / VÖ: 5.4.)

5.5/ 7
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Von einer Band wie Periphery erwartet man keine leichte musikalische Kost. Ein fast 17-minütiger Album-Opener à la ‘Reptile’ ist jedoch auch für die Washingtoner eine beachtliche Leistung – und unterstreicht nur, dass die Band mit ihrem sechsten Album nach wie vor nicht von ihrem Erfolgskurs abweicht. Streicher und Flüstergesang bauen einen Song langsam auf, bevor er mit aller Wucht über einem zusammenbricht. Von energischen Shouts bis zu Spoken Word-Einspielern, von atmosphärischen Synth-Elementen bis zu wilden Riff-Gewittern ist der Album-Opener von HAIL STAN ein Parforce-Ritt durch die größten Stärken der Band. Mit hymnischen Hookline-Bombasten, die man von Kollegen wie While She Sleeps oder Bring Me The Horizon (bevor sie Trap und Synthpop für sich entdeckt haben) erwartet hätte, geht es hier recht poppig und eingängig zu.

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Wen das skeptisch macht, der bekommt in den folgenden ‘Blood Eagle’ und ‘CHVRCH BVRNER’ sämtliche Zweifel aus dem Bewusstsein gedonnert, da sie sich das Prädikat „brutal“ redlich verdienen. Und so geht es auf HAIL STAN, ganz typisch Periphery, weiter: Die Musiker erfinden sich mit jedem Song neu und präsentieren sich als Chamäleons – mal mit Stadion-Rock-Momenten, mal mit Core-Geballer –, ohne sich selbst zu verlieren. Auf der Albumlänge von über einer Stunde gibt es hintenraus zwar ein paar Längen und die Kitschtoleranzgrenze wird gerne mal überschritten (‘It’s Only Smiles’), doch so spannend und gekonnt hat in den vergangenen Jahren kaum eine andere Band komplexe Virtuosität mit mitreißenden Ohrwurmmomenten verschmolzen. Da verzeiht man sogar den unsäglichen Dad-Joke-Albumtitel.

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