Persefone METANOIA

Progressive Metal, Napalm/Universal (10 Songs / VÖ: 4.2.)

4.5/ 7
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Nach rund zwei Jahrzehnten im Untergrund nutzen Persefone mit ihrem sechsten Album die Chance, mehr Gehör zu finden. Das sei ihnen gewünscht, denn ihr progressiver Death Metal besticht seit jeher durch unzweifelhafte Qualität. Doch was sage ich progressiver Death Metal: Viel stimmiger ist die Bezeichnung todesmetallischer Progressive Metal. Die verschachtelten Song-Strukturen, rauf- und runtergeratterten Skalen und Soli sowie die variierenden Rhythmen sind das eine; im Vordergrund stehen bei der Band aus Andorra ergreifende, spirituell geladene Melodien und entrückte Atmosphäre. Ein großer Teil der Stücke wird durch den ätherischen Klargesang statt (trotzdem präsenter!) Growls getragen, und durch lange Instrumentalstrecken ziehen sich Keyboardpassagen, die auf METANOIA einen stärkeren Electro- und Wave-Einschlag haben als bislang, ohne die charakteristischen Pianoklänge zu vernachlässigen.

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Der monumentale Elfminüter ‘Conscious Pt. 3’ setzt die beiden Songs von SPIRITUAL MIGRATION (2013) fort und vereint, wie auch der Dreiteiler ‘Anabasis’, die stilistischen Eckpfeiler des Sextetts: Zwischen Cynic, (alten) Opeth und Dream Theater ist reichlich Platz! Jedoch, wie so oft bei Persefone: Etwas zwingender hätte mancher Track durchaus ausfallen sollen; vieles verpufft nach abgeschlossener Headbang-Yoga-Session ohne viel Nachklang – daran muss die Band noch immer arbeiten! Für Prog-Spiritisten, Flitzefingerfreunde und Entdecker sind Persefone jedoch eine reichhaltige Fundgrube.

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Rammstein gehen angeblich auch 2023 auf Stadiontour

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