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Phantom Corporation TIME AND TIDE

Death Metal, Supreme Chaos/Red Flame (11 Songs / VÖ: 12.12.)

5/ 7
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Phantom Corporation ignorieren jegliche Weichen, wenn sie das Crust-Handbuch zitieren (‘Frantic Disruption’) oder zubeißen wie das schnellste Schnappmaul der Welt (‘Krokodil’). Haltestellen? Da, wo der aus (ehemaligen) Bauteilen von Dew-Scented, Weak Aside oder Eroded gefertigte D-Beat-Zug hinrast, gibt es keine Haltestellen. Ebenso wenig freundliches Bordpersonal. Chef-Ansager Leif Jensen schreit seine Fahrgäste vielmehr mit vertrautem Rülpsgesang bis zur Atemlosigkeit an und klingt auf TIME AND TIDE noch angepisster als 2023 auf FALLOUT. Dennoch herrscht in dem von Crust-/Grindcore, Thrash- und Death Metal befeuerten Schienenverkehrsfahrzeug gute Stimmung. Schlichtweg, weil Phantom Corporation neben aller Wut den Spaß nicht vergessen und ihren Geradeausbrechern mit hymnischen (Schweden-)Soli (‘Pound Of Flesh’) und massiven Grooves (‘Time And Tide’) Dynamik verleihen. Im Zusammenspiel mit Gangshouts entstehen mitgrölbare Banger, die hier und dort auch mal an No Innocent Victims oder Pro-Pains bessere Tage gemahnen (‘Dead Of Night’). Jörg Ukens druckvolle, bühnenhafte Produktion tut ihr Übriges, dass das versohlte Hinterteil auch nach Erreichen der Endstation noch ordentlich nachbrennt.


So roh und doch facettenreich! Phantom Corporation kehren mit TIME AND TIDE zurück, um zu wüten und zu zerfetzen – umso mehr faszinieren dann aber die Melodien, die sich mal einschleichen (‘Krokodil’) oder mal dreist die Führung übernehmen (‘Crushed’). Das macht die Straßenschlacht zum -fest. Sebastian Kessler (5 Punkte)

Phantom Corporation zelebrieren auch auf ihrem zweiten Album TIME AND TIDE einen eigenen Mix aus Thrash, Crust und Eingängigkeit, der sich schwer mit anderen Bands vergleichen lässt. Klar, Frontmann Leffes Stimme lässt immer mal wieder an seine frühere Band Dew-Scented denken. Aber die Summe ist in diesem Fall mehr als die Teile. Extrem-Metal-Fans aus den verschiedensten Ecken dürften ihre Freude an diesem Werk haben. Marc Halupczok (5 Punkte)

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