Nach vier Jahren Pause melden sich die Schweden Port Noir mit ihrem fünften Studioalbum THE DARK WE KEEP zurück. Bereits die erste Single-Auskopplung ‘Redshift’ gibt die Richtung vor: Vokalist und Bassist Love Andersson wechselt im Stil von Sleep Token oder President zwischen unaufgeregtem Sprech- und hohem Klargesang. Letzterer entfaltet besonders in den emotionalen, offenen Refrains seine volle Wirkung. Die moderne Produktion verbindet auf zeitgemäße Weise düstere, progressive Riffs mit Einflüssen unterschiedlichster Stilrichtungen. Im Vergleich zum Vorgänger CUTS fällt THE DARK WE KEEP insgesamt weniger Hip-Hop-lastig und eingängig aus, sondern deutlich melancholischer und dunkler. Dichter Sound, der dröhnende Bass und eine schwebende Atmosphäre erzeugen eine konstante Spannung, die zwischendurch von wuchtigen Breakdowns wie in ‘Bloodlust’ durchbrochen wird. Auch wenn einzelne Stücke mit treibenden Drums (‘Reverie’) und explosiven Riffs (‘Burst’) phasenweise mehr Tempo aufnehmen, bleibt die Grundstimmung überwiegend verträumt und wabernd. Insgesamt lädt THE DARK WE KEEP eher dazu ein, als geschlossenes Werk erlebt zu werden, als dass einzelne Songs klar herausstechen.
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