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Precambrian TECTONICS

Black Metal, Primitive Reaction (5 Songs / VÖ: 21.8.)

6.5/ 7
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Allein die Namen der Beteiligten zwingen einen schon dazu, bei TECTONICS blind zu­zugreifen. Das seit 2014 als eines von vielen Projekten und mit bis dato 2 EPs und einer Single sowie einer Compilation unterwegs gewesene Trio aus den Drudkh-Mitgliedern K, V und R begibt sich etwa 4,56 Milliarden Jahre zurück ins Präkambrium. Obschon sich die Verliebtheit in das Tektonische als roter Faden durch die bisherigen Veröffent­lichungen zieht, bleibt dem Skeptiker die Frage: Will der massive Knall der Ukrainer lediglich abbilden, oder verharrt irgendwo der dringliche Wunsch nach einer Rückkehr in die menschenfreien Zeitalter? Fraglos sind und bleiben die extreme Verherrlichung und rabiate, brutale Darstellung dieser sowohl Biologie- als auch Geologie-Unterrichtsstunde in harschestem Schwarzmetall. Wo zur Jahrtausendwende Octinomos (mit unter anderem, ebenfalls erd- und zerstörungsnah, WELCOME TO MY PLANET) stahlharte, ultraschnelle, gnadenlose Wände schmiedeten, schrauben sich Precambrian heutzutage noch einen Grad höher und bilden mit zusätzlich gewaltigen Growls (in memoriam Hate Forest) vollends die Kraft ab, aus der die heutige (bald zum Glück den Menschen gegenüber nicht mehr freundliche) Natur entstanden ist. Von Archebakterien und Fossilisation über Eiszeiten und vulkanische Winter bis hin zur Perm-Trias-Grenze vor 252 Millionen Jahren wird der alles zersetzenden wie neu erschaffenden Urmacht des Planeten von dem brutalsten, gnadenlosesten und rücksichtslosesten Black Metal-Alben der letzten Jahre mit zerberstender Wucht gehuldigt.

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Glenn Hughes will dieses Jahr kürzertreten

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